Berlinale Goldener Bär für "Magnolia"

Die Jury kürte den amerikanischen Film "Magnolia" von Paul Thomas Anderson mit dem Goldenen Bären. Auch Wim Wenders durfte jubeln.


Berlin - Der amerikanische Episodenfilm "Magnolia" mit Tom Cruise als Sex-Guru in einer der Hauptrollen zeigt ein furioses Kaleidoskop verzweifelter Menschen auf der Suche nach Liebe. Das Publikum nahm die Entscheidung der Jury mit großem Jubel auf. "Wir erzählen, was passiert, wenn Menschen in chaotische Situationen kommen. Aber es ist ein hoffnungsvoller Film, kein zynischer Blick auf Amerika", sagte der Regisseur Anderson.

Tom Cruise in "Magnolia"
Kinowelt

Tom Cruise in "Magnolia"

Als beste Schauspielerinnen wurden die deutschen Darstellerinnen Bibiana Beglau und Nadja Uhl aus Volker Schlöndorffs RAF-Drama "Die Stille nach dem Schuss mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet. Der deutsche Filmemacher Wim Wenders wurde für seinen Film "The Million Dollar Hotel" mit dem Preis der Jury für eine besondere künstlerische Leistung geehrt, was das Publikum teilweise mit Buhrufen aufnahm. Das Schauspieler-Ensemble aus Rudolf Thomes Beziehungsfilm "Paradiso - Sieben Tage mit sieben Frauen" bekam einen Silbernen Bären für eine herausragende Leistung.

Die Auszeichnung als bester Darsteller ging an den Schauspieler Denzel Washington für seine Leistung in dem Boxer-Film "The Hurricane" von Norman Jewison. Der chinesische Regisseur Zhang Yimou erhielt für seinen Liebesfilm "The Road Home" (Der Weg nach Hause) den Großen Preis der Jury. Der Preis für die beste Regie ging an den aus Tschechien stammenden Filmemacher Milos Forman für seinen neuen Film "Man on the Moon" mit Jim Carrey.

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