67. Berlinale Paul Verhoeven wird Jurypräsident

In der Bandbreite seines Filmschaffens spiegle sich Verwegenheit, kommentierte Berlinale-Chef Kosslick die Entscheidung - Regisseur Paul Verhoeven wird Jurypräsident der 67. Filmfestspiele in Berlin.
Regisseur Paul Verhoeven bei einer Preisverleihung

Regisseur Paul Verhoeven bei einer Preisverleihung

Foto: Abdelhak Senna/ dpa

Er drehte Klassiker wie "Basic Instinct" und "Robocop" - der Regisseur Paul Verhoeven ist zum Jurypräsident der 67. Berlinale ernannt worden. Der 78-jährige Niederländer wird damit Leiter des Gremiums, das über die Gewinner des Goldenen und Silbernen Bären entscheidet.

"Mit Paul Verhoeven haben wir einen Regisseur als Jurypräsidenten, der in den unterschiedlichsten Genres sowohl in Europa als auch in Hollywood gearbeitet hat", sagte Festivalchef Dieter Kosslick. "In der Bandbreite seines Filmschaffens spiegelt sich seine kreative, vielfältige Verwegenheit und sein Experimentierwillen."

Verhoeven selbst ist mit seinem aktuellen Film "Elle" für den Europäischen Filmpreis nominiert, der am Samstag in Breslau vergeben wird. Er konkurriert dort mit Maren Ades "Toni Erdmann" um den Preis für den besten europäischen Spielfilm.

"Elle" wird am 2. Februar in den deutschen Kinos starten. Das Drama war beim diesjährigen Cannes-Festival einer der Aufreger. Die französische Schauspielerin Isabelle Huppert spielt in dem Psychothriller eine Frau, die durch sado-masochistische Abgründe geht und dabei versucht, ein Kindheitstrauma zu überwinden.

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