Berlinale Roter Teppich für Robert De Niro

Robert De Niro wird zur diesjährigen Berlinale erwartet, auf der er für sein Lebenswerk geehrt werden soll. In der Retrospektive läuft auch der Vietnam-Film "The Deer Hunter", der 1979 auf der Berlinale einen Skandal fabrizierte.


Berlin - Die Sowjetunion und zahlreiche andere Ostblockstaaten sowie Kuba protestierten damals gegen den Film und brachen ihre Teilnahme an dem Filmfestival vorzeitig ab. Außerdem zogen sie ihre Filme zurück, mehrere Jurymitglieder traten zurück. Nach ihrer Ansicht verstieß der Film gegen das Reglement der Berlinale, "zum besseren gegenseitigen Verstehen zwischen den Völkern beizutragen". Zur Jury gehörten damals unter anderem Julie Christie und Ingrid Caven.

Robert De Niro
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Robert De Niro

Die 50. Internationalen Filmfestspiele zeigen den Film am 17. Februar als einen der "Jubiläumsevents", da er eine wichtige Rolle in der Geschichte des Festivals spielt, betonte Berlinale-Chef Moritz de Hadeln am Dienstag. De Niros beeindruckende Darstellung in dem Film und seine langjährige Verbundenheit mit der Berlinale hätten ihn veranlasst, eine Retrospektive der Filme De Niros bei der Berlinale 2000 zu präsentieren. "Seit seinem Debüt 1963 hat er mit einigen der Aufsehen erregendsten und bemerkenswertesten schauspielerischen Leistungen im Film das Kinopublikum weltweit gefesselt."

De Niro war bereits dreimal Gast der Berlinale. Nach "Deer Hunter" kam er 1981 für "Raging Bull" (Wie ein wilder Stier) sowie 1998 für "Wag the Dog" sowie "Great Expectations" und "Jackie Brown" nach Berlin. In der diesjährigen Retrospektive werden unter anderem auch die Filme "Taxi Driver" (1976), "The Untouchables" (Die Unbestechlichen) von 1987 und "Casino" (1995) gezeigt.



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