Box Office Der Zauber von "Oz" wirkt

Das neue Disney-Abenteuer "Die fantastische Welt von Oz" legte einen sehr guten Start an den Kinokassen hin. In den USA wurde "Jack and the Giants" auf Platz zwei verwiesen, in Deutschland ereilte "Hänsel und Gretel" dasselbe Schicksal.

Disney Enterprises

USA

1. Gewinner der Woche

Das bisher stärkste Debüt des Jahres lieferte "Die fantastische Welt von Oz". Nach Angaben von Box Office Mojo spielte der Disneyfilm an seinem Eröffnungswochenende 80,3 Millionen Dollar ein. In den USA und Kanada setze er sich damit an die Spitze der Charts. Der Klassiker "Der Zauberer von Oz" (1939) von L. Frank Baum handelt von der kleinen Dorothy, die es mit ihrem Hund Toto in ein Phantasiereich verschlägt. Der neue Film ist ein Quasi-Prequel, er schildert die Geschichte vor der Geschichte: James Franco ("Planet der Affen: Prevolution") spielt den Frauenheld und Jahrmarkt-Magier Oscar, der per Zufall in Oz landet und es dort zum sagenumwobenen Zauberer bringt.

Die Nummer eins der vergangenen Woche "Jack and the Giants" wurde auf Platz zwei verwiesen. In dem Abenteuerfilm muss Jack (Nicholas Hoult) eine Prinzessin retten. Auch Ewan McGregor und Stanley Tucci sind dabei. Die seit fünf Wochen laufende Komödie "Voll abgezockt" schaffte es immerhin noch 6,3 Millionen Dollar einzuspielen und auf Platz drei der Charts. Sie erzählt von der Betrügerin Diana, die unter falscher Identität auf großem Fuße lebt. Gleich dahinter kommt der zweite Neueinsteiger der Woche: Trotz Colin Farrell und Noomi Rapace spielte "Dead Man Down" gerade einmal 5,3 Millionen Dollar ein.

2. Verlierer der Woche

Während "Oz" triumphiert, hat "Jack and the Giants" das Nachsehen - und verlor 63 Prozent. Zum Vergleich: Der Film kam in seiner zweiten Woche auf gerade einmal zehn Millionen. Bei einem extrem hohen Budget von angeblich 300 Millionen Dollar sind 28 Millionen am ersten und zehn Millionen am zweiten Wochenende nicht gerade üppig. In Deutschland soll der Film am 14. März in die Kinos kommen.

3. Zahl der Woche

60 Prozent Besitzanteil am Filmnegativ verlangte Alfred Hitchcock von Paramount für sein Risiko, "Psycho" selbst zu finanzieren. Er traf die richtige Entscheidung, als er sein Haus verpfändete: Der Thriller um einen frauenmordenden Psychopathen wurde sein erfolgreichster Film. Am Donnerstag kommt nun "Hitchcock" in die Kinos: Der Film zum Leben des großen Regisseurs und zum Dreh des großartigen Thrillers.

Deutschland

1. Gewinner der Woche

Auch in Deutschland stieg diese Woche das Fantasy-Abenteuer "Die fantastische Welt von Oz" auf Nummer eins ein und verdrängte damit "Hänsel und Gretel: Hexenjäger" vom Spitzenplatz. Zwischen Donnerstag und Sonntag schauten rund 271.000 Besucher die neue Disney-Produktion, wie Media Control mitteilte. Der Actionhorrorfilm über das bewaffnete Geschwisterpaar lockte dagegen 240.000 Menschen in die Kinos. Auf Rang drei folgte Til Schweigers Komödie "Kokowääh 2" (138.000 Zuschauer).

Die Verfilmung des Nicholas-Sparks- Romans "Safe Haven - Wie ein Licht in der Nacht", der von einer mysteriösen jungen Frau handelt, die ihre Vergangenheit um jeden Preis geheimhalten will, landet mit 89.000 Zuschauern auf Platz sieben. Auf Rang acht (84.000) folgt mit "Nachtzug nach Lissabon" eine weitere Literaturverfilmung - nach dem gleichnamigen Bestseller von Pascal Mercier alias Peter Bieri.

2. Verlierer der Woche

Ein Umsatz-Minus von 42 Prozent musste "Warm Bodies" verbuchen, die Horrorromanze zwischen dem Zombie "R" und seiner Angebeteten Julie.

3. Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?

Sarah Polleys wunderbarer Liebesfilm "Take This Waltz", der zeigt, wie sich eine junge Frau (Michelle Williams) von ihrem alten Leben entfremdet, als sie sich neu verliebt. Wahrhaft sehenswert.

jud/dpa



insgesamt 2 Beiträge
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Seite 1
Siomolon 11.03.2013
1. Take this Waltz?
Also Take this Waltz ist sicherlich einer der fürchterlichsten Filme die ich jemals über mich ergehen lassen musste. Eine "Effi Briest"esque Erzählung, die mich schockiert über die deplatzierte Verwendung von Sex zurückließ. Furchbarer Film über eine Emanzipation, die eigentlich keine ist, und ein "Verlieben" das im Grunde eine Verführung ist.
speculum7 12.03.2013
2. da haben Sie etwas richtig erkannt
Zitat von SiomolonAlso Take this Waltz ist sicherlich einer der fürchterlichsten Filme die ich jemals über mich ergehen lassen musste. Eine "Effi Briest"esque Erzählung, die mich schockiert über die deplatzierte Verwendung von Sex zurückließ. Furchbarer Film über eine Emanzipation, die eigentlich keine ist, und ein "Verlieben" das im Grunde eine Verführung ist.
Und deswegen ist 'Take this Waltz' ein wunderbarer und sehr klug gemachter Film!
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