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20. September 2010, 13:12 Uhr

Box Office

3D-Zombies belagern die Kino-Charts

Der vierte Teil der auf einem Videospiel basierenden "Resident Evil"-Reihe schafft es auf den ersten Platz der deutschen Kinocharts - dank überzeugender 3D-Umsetzung. In den USA hatte etwas überraschend die zweite Regiearbeit von Ben Affleck den besten Start.

Hamburg/Los Angeles - Bei seinem Regiedebüt "Gone Baby Gone - Kein Kinderspiel" schickte Ben Affleck noch seinen Bruder Casey vor, um die Hauptrolle zu spielen. Für seine zweite Regiearbeit "The Town" hat sich Ben Affleck selbst als Anführer einer Gangstertruppe gecastet, die verkleidet in Nonnenkostüme eine Bank ausrauben. Als Polizist ist ihnen Jon Hamm auf den Fersen, bekannt als Werbemann Don Draper in der TV-Serie "Mad Men".

An seinem ersten Kinowochenende spielte der in Massachusetts angesiedelte Krimi dem Branchenmagazin "Blickpunkt:Film" zufolge 23,6 Millionen Dollar ein (in 2861 Kinos) und schaffte es damit auf Platz eins der amerikanischen Kinocharts. Die "Los Angeles Times" vermuten, dass die positive Presse half, die der Erwachsenenfilm "The Town" beim Filmfestival von Toronto erhielt. Afflecks Sieg an die Kinokassen galt als kleine Überraschung, denn drei anderen Neustarts, die sich an ein jüngeres Publikum wendeten, war ebenfalls ein starkes Einspielergebnis prophezeit worden.

Auf Platz zwei kam die Teenager-Komödie "Easy A" (deutscher Titel: "Leicht zu haben"), die Nathaniel Hawthornes "Der scharlachrote Buchstabe" in einer kalifornischen Highschool spielen lässt. Der Film mit Emma Stone in der Hauptrolle kam in 2856 Kinos auf ein Einspielergebnis von 18,3 Millionen Dollar.

Die anderen beiden Top-Neueinsteiger sind der von M. Night Shyamalan produzierte Mystikthriller "Devil" (Platz drei mit eingespielten 12,7 Millionen Dollar in 2809 Kinos) und der Kleinkinder-Animationsfilm "Alpha & Omega" (Platz fünf mit 9 Millionen Dollar in 2625 Kinos). Dazwischen hält sich an vierter Position noch der Spitzenreiter der Vorwoche, "Resident Evil: Afterlife"

In einem Wochenende den Vorgängerfilm übertroffen

Dieser Film, der in den USA insgesamt schon 44 Millionen Dollar eingespielt hat, ist nun auch in den deutschen Kinos gestartet - und schaffte es sofort auf den ersten Platz. Den vierte Teil der auf Videospielen beruhenden Horror-Action-Reihe "Resident Evil" wollten laut "Blickpunkt:Film" etwa 400.000 Zuschauer sehen - damit wurde schon am ersten Wochenende das Gesamtergebnis des Vorläufers "Resident Evil: Extinction" übertroffen. 396 der 442 Kinos, in denen "Resident Evil: Afterlife" anlief, spielten die 3D-Fassung, die von Kritikern gelobt wurde.

Milla Jovovich als Heldin mit Superkräften gelang es somit, die Vampir-Komödie "Beilight - Biss zum Abendbrot" auf Platz zwei der deutschen Kinocharts zu verdrängen - knapp 180.000 Besucher wollten die Parodie auf die "Twilight"-Reihe noch sehen.

Dahinter folgen zwei weitere Neueinsteiger: Marc Rothemunds Teenie-Komödie "Groupies bleiben nicht zum Frühstück" lockte in 400 Kinos 120.000 Zuschauer an. 110.000 Besucher wollten George Clooney in Anton Corbijns Thriller "The American" sehen - Platz vier. 75.000 Zuschauer sahen sich "Duell der Magier" an, was für den Disney-Fantasyfilm noch für Platz fünf in den Kinocharts reichte.

feb/dpa

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