Box Office Agentenpower gegen Zauberkräfte

Bond ist auch nach 40 Jahren nicht zu schlagen: Der Jubiläumsthriller "Stirb an einem anderen Tag" verscheuchte "Harry Potter 2" nach nur einer Woche vom Thron der amerikanischen Kinocharts und setzte einen neuen 007-Startrekord - Halle Berry und Madonna sei Dank.


Bond-Stars Berry, Brosnan: Keine Chance für Zauberlehrlinge
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Bond-Stars Berry, Brosnan: Keine Chance für Zauberlehrlinge

New York - Im großen Kino-Duell der britischen Superstars konnte sich der altgediente Spion James Bond am US-Premierenwochenende gegen den Zauberlehrling Harry Potter durchsetzen. Mit Einnahmen von rund 47 Millionen Dollar für den 20. Bond-Streifen "Stirb an einem anderen Tag" lag Agent 007 am Sonntagabend in den USA rund 4,5 Millionen Dollar vor seinem minderjährigen Landsmann.

"Harry Potter und die Kammer des Schreckens" musste den am Wochenende zuvor eroberten ersten Platz der US-Kinocharts räumen. Während der zweite Potter-Film auch an seinem zweiten Wochenende ein wenig schlechter abschnitt als vor einem Jahr der erste Teil der Reihe und Umsatzeinbußen von 52 Prozent verbuchen musste, sorgte der Jubiläums-Bond für einen neuen US-Rekord. "Die Welt ist nicht genug" - der 19. Bond-Streifen - hatte 1999 an seinem Premierenwochenende in den USA knapp 35,5 Millionen Dollar eingespielt und den bisherigen Startrekord für ein 007-Abenteuer gesetzt. Nach dem US-Erfolg des neuen Bonds, der am 28. November auch in deutschen Kinos anläuft, wurde bei der Filmverleihfirma MGM unter dem Motto gefeiert: "Stirb an einem ganz fernen Tag und am besten nie".

Solange es gelinge, 007 für ein junges Publikum attraktiv zu machen, werde es immer wieder neue Bond-Filme geben, sagte ein MGM-Sprecher. Etwa ein Drittel des Publikums am Startwochenende in den USA sei unter 25 Jahre alt gewesen. Der Film habe Frauen wie Männer gleichermaßen angesprochen.

Die US-Filmkritik fand meist lobende Worte für Pierce Brosnan in seiner nunmehr vierten Bond-Rolle. Sie führte den Erfolg aber zugleich auf dessen aktive Unterstützung durch die schöne amerikanische Oscar-Preisträgerin Halle Berry zurück. Und auch die US-Popsängerin Madonna wirke mit einem Kurzauftritt und dem Titelsong des Films als Publikumsmagnet.

Die übrigen Neustarts des vergangenen Wochenendes kamen an die Chart-Spitze nicht heran. Rapper Ice Cube schaffte es mit dem Sequel "Friday After Next" auf den dritten Platz (13,1 Millionen Dollar). Die Vorschul-Komödie "The Emperor's Club" kam mit 4,1 Millionen Dollar nur auf den siebten Rang, Platz vier und fünf belegen die Weihnachtskomödie "A Santa Clause 2" und das HipHop-Drama "8 Mile".



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