Box Office Alle lieben Harry

Sagenhafte 330 Millionen Dollar setzte "Harry Potter und der Orden des Phoenix" weltweit seit seinem Start am vergangenen Mittwoch um - allein in Deutschland strömten rund zwei Millionen Besucher in das fünfte Kino-Abenteuer des Zauberlehrlings.

Los Angeles/Hamburg - Es war das wohl heißeste Wochenende dieses Sommers, aber noch nicht einmal die tropischen Temperaturen konnten die deutschen Harry-Potter-Fans davon abhalten, ihrem bebrillten Teenager-Idol beim Kampf gegen das Böse zuzusehen: "Harry Potter und der Orden des Phoenix" verzeichnet laut "Blickpunkt: Film" mit 2,075 Millionen Besuchern und einem Einspielergebnis von 14,1 Millionen Euro (982 Kopien) das bisher beste Startergebnis des Jahres.

Zwar blieb der fünfte Potter-Film, vielleicht auch dank durchweg mäßiger Kritiken, deutlich hinter dem bisher besten Start der Filmreihe zurück ("Harry Potter und der Feuerkelch" im November 2005 mit 2,7 Millionen Besuchern), war aber knapp besser als "Harry Potter und der Gefangene von Askaban", der - als einziger ebenfalls im Sommer gestartet - 2004 mit 1,99 Millionen Zuschauern gestartet war. Den bisherigen Jahresbesten, "Pirates of the Caribbean - Dead Man's Chest" (1,86 Millionen Besucher) verwies Harry Potter auf die Plätze.

Ansonsten wenig Neues auf den vorderen Rängen: Auf Platz zwei landete "Stirb langsam 4.0" mit 190.000 Besuchern, gefolgt von "Shrek der Dritte" mit 170.000 Zuschauern. Auf Platz vier halten sich "Ocean's 13" mit knapp 50.000 Zuschauern. Die Top fünf beschließt "Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt" mit knapp 40.000 Zuschauern. Insgesamt wurden am vergangenen Wochenende rund 2,6 Millionen Kinotickets gelöst - angesichts des Wetters eine äußerst beeindruckende Zahl.

Auch international wurde das Kino-Wochenende von Harry Potter dominiert: In den USA spielte "Harry Potter and the Order of the Phoenix" seit Mittwoch vergangener Woche in 4285 Kinos rund 140 Millionen Dollar ein - allein am Wochenende setzte der Film 77,4 Millionen Dollar um. Gemessen an den Startergebnissen früherer Filme der Magier-Serie erscheint das allerdings fast ein bisschen wenig, die Vorgänger-Filme starteten jedoch alle erst am Freitag, so dass "Harry Potter und der Feuerkelch" den US-Rekord der Reihe mit 102,3 Millionen Dollar Startumsatz hält. Auch "Harry Potter und der Gefangene von Askaban", im Sommer 2004 gestartet, lief mit 93,7 Millionen Dollar an. Diesmal hatten die Fans bereits seit Mitte der Woche die Gelegenheit, ins Kino zu gehen, was den niedrigeren Wochenend-Umsatz erklärt.

Weltweit setzte "Harry Potter und der Orden des Phoenix" seit Mittwoch 330 Millionen Dollar um.

Das bedeutete den Abstieg der in der Vorwoche glorios gestarteten "Transformers" auf Rang zwei der nordamerikanischen Chart: Am zweiten Wochenende baute der Spiekzeugroboter-Blockbuster von Michael Bay um 49 Prozent ab und setzte 36 Millionen Dollar um. Insgesamt lässt sich das Umsatzergebnis von 223 Millionen Dollar nach zwei Wochen durchaus sehen.

Das Animations-Buffett "Ratatouille" landete mit 18 Millionen Dollar auf Rang drei und hat nach drei Wochen im US-Einsatz bereits 143 Millionen Dollar eingespielt. "Stirb langsam 4.0" nahm nach 10,9 Millionen Dollar am Wochenende die 100-Millionen-Dollar-Hürde - Platz vier. Die Komödie "License to Wed" beschließt die Top fünf mit 7,4 Millionen Dollar in der zweiten Woche. Der einzige weitere Neustart außer Harry Potter endete kläglich außerhalb der Top Ten: "Captivity", ein Entführungs-Thriller von "Killing Fields"-Regisseur Roland Joffé mit "24"-Star Elisha Cuthbert, setzte nur 1,55 Millionen Dollar um.

bor/AP

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