Box Office Bits, Bytes, Blech

Amerika liebt das alte Eisen: Eine Clique ausrangierter Maschinen-Menschen eroberte mit der digital animierten Komödie "Robots" die Kinos. Deutschland flirtet immer noch mit "Hitch". Der Date-Doktor ist weiterhin die Nummer eins der Charts.


Kino-Spektakel "Robots": Altes Eisen aus Bits und Bytes
20th Century Fox

Kino-Spektakel "Robots": Altes Eisen aus Bits und Bytes

Mit "Ice Age", ihrer prähistorischen Komödie um ein Mammut, einen Säbelzahntiger und ein Faultier, sorgten sie bereits im Jahr 2002 für Furore. Jetzt haben sich Regisseur Chris Wedge und sein Team der Welt der Roboter zugewandt. Und dies so hingebungsvoll und amüsant, dass dem US-Publikum vor lauter Gags und digitalen Tricks das Blech wegflog: Gleich am Startwochenende spielte "Robots" 36,5 Millionen Dollar ein.

Auf Platz zwei kämpfte sich Actionheld Vin Diesel ("XXX") durch die Fährnisse der Kinderpflege. "Der Babynator" kam auf 18,1 Millionen Dollar. Auf Platz drei dann "Be Cool", die Forstetzung der Erfolgskomödie "Schnappt Shorty" - auch dieses Mal mit John Travolta. Den vierten Platz belegt mit 9,8 Millionen Dollar Einspielergebnis der Neustart "Hostage - Entführt": Bruce Willis bewährt sich erneut als Mann mit schlagkräftigen Argumenten, wenn es darum geht, Bösewichte zur Räson zu bringen. In dem Action-Drama spielt er einen Polizisten, dessen Familie entführt wird. Die Top-Fünf rundet Will Smith als "Hitch - Der Date Doctor" ab: 8,7 Millionen und ein Gesamteinspiel von 149,7 Millionen Dollar für den charmanten Rendez-vous-Ratgeber mit Beziehungsproblemen.

Auch Deutschland lässt sich weiterhin von "Hitch" verarzten: Der Date-Doktor wird so ausdauernd konsultiert, dass er es mit geschätzten 750.000 Zuschauern auch diese Woche auf Platz eins schaffte. Auf Platz zwei Ehe- und Familienstress mit hochkarätiger Besetzung: "Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich" lockte 240.000 Zuschauer an. Nach dem Kinderfilm "Die wilden Kerle 2" folgt auf Platz vier das hoch gelobte, mit dem Silbernen Bären der Berlinale ausgezeichnete Historiendrama "Sophie Scholl - Die letzten Tage" (90.000 Besucher). Die Top Fünf beschließt das Grauen: "Der Fluch - The Grudge" terrorisierte mit subtilem Horror rund 80.000 Zuschauer.

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Columbia TriStar

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Auf Platz sechs dann der erste Neuling: Die Familienkomödie "Im Rennstall ist das Zebra los" kam auf 70.000 Besucher. Auf Jude Law in der Rolle von "Alfie", dem skrupellos charmanten Schwerenöter, hatten 50.000 Zuschauer Lust. Ebenso viele Kinogänger wollten Franka Potente als gestresstes Szenegirl vor der Flucht vor einem Serienkiller in "Creep" sehen. Die Comic-Heldin "Elektra", von "Alias"-Star Jennifer Garner verkörpert, erkämpfte sich bei immerhin 344 Startkopien allerdings nur 45.000 Zuschauer.

Das Oscar-prämierte spanische Drama "Das Meer in mir" hingegen kam auf Platz zwölf und 30.000 Besucher. "Die Maske 2: Die nächste Generation" zog gleich: Ebenfalls 30.000 Zuschauer wollten den Effekt-satten Klamauk sehen. Insgesamt lockten Date-Doktoren, Schiegereltern und Widerstandskämpferinnen 1,9 Millionen Zuschauer vor die Leinwände.



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