Box Office Blinder Superheld begeistert Amerika

Superhelden sind in: Die Comic-Verfilmung "Daredevil" konnte sich am Wochenende mit einem beeindruckenden Umsatzergebnis an die Spitze der amerikanischen Kinocharts setzen. Deutschland freute sich derweil über Sandra Bullock und Hugh Grant in "Ein Chef zum Verlieben".


Ben Affleck als "Daredevil": Superhelden erobern die Leinwand
20th Century Fox

Ben Affleck als "Daredevil": Superhelden erobern die Leinwand

Los Angeles/Hamburg - Superhelden, ehemals in die starren Rahmen der Bildfolgen im Comicheft gebannt, erobern unaufhaltsam die Leinwand. Nach den Blockbustern "X-Men" und "Spider-Man", die bewiesen haben, dass man mit dem animierten Heftchen-Helden sehr viel Geld verdienen kann, rüsten sich nun eine ganze Reihe weiterer Recken aus dem Arsenal des Comic-Verlags Marvel für einen Einsatz im Kino. Nach "Daredevil" wird es Fortsetzungen von "X-Men" und "Spider-Man" geben, "Hulk" und "Iron-Man" stehen schon zur Verfilmung parat.

"Daredevil" erzählt die Geschichte eines New Yorker Jungen, der als Kind miterleben muss, wie sein Vater ermordet wird und auf der Flucht in einen Unfall mit Chemikalien gerät, die ihn erblinden lassen, gleichzeitig aber seine Sinne schärfen. Als Erwachsener betätigt er sich tagsüber als Anwalt der Armen und Schwachen, nachts durchstreift er als rotgewandeter "Daredevil" die Straßen auf der Suche nach zu sühnenden Ungerechtigkeiten. Der Regie-Neuling Mark Steven Johnson ("Simon Birch") verwandelte den klassischen Marvel-Stoff in ein effektvolles Hollywood-Spektakel mit Ben Affleck ("Pearl Harbor") und Jennifer Garner ("Alias") in den Hauptrollen. Die Amerikaner bescherten dem Superhelden-Film am Wochenende einen fulminanten Start: "Daredevil" setzte in drei Tagen 43,5 Millionen Dollar, um das beste Februar-Startergebnis in den USA seit "Hannibal" (2000).

Die romantische Komödie "How To Lose A Guy in 10 Days", Spitzenreiter der vergangenen Woche, musste sich folglich mit Rang zwei der Box-Office-Charts zufrieden geben. Das Star-Vehikel mit Kate Hudson und Matthew McConaughey spielte trotzdem noch einmal 19 Millionen Dollar in die Kino-Kassen. Auf dem dritten Platz hält sich - zwei Monate nachdem es ins Kino gelangte - das Oscar-verdächtige Musical "Chicago".

Der zweite Neustart des Wochenendes, Disneys "Jungle Book 2", schaffte es mit 11,9 Millionen Dollar Umsatz nur auf Rang vier der Charts - ein weiterer Flop für die einst glorreiche Zeichentrickschmiede, deren letzte Produkte dem Zeitgeist offenbar zunehmend hinterher hinken. Die Top fünf werden abgerundet durch die Jackie-Chan-Actionkomödie "Shanghai Knights".

In Deutschland konnte sich unterdessen die neu angelaufene Komödie "Ein Chef zum Verlieben" mit Hugh Grant und Sandra Bullock auf Anhieb an die Spitze der Kinocharts setzen. Als weiterer Neuzugang landete die deutsche Produktion "Good Bye, Lenin!", soeben erfolgreich auf der Berlinale gelaufen, auf Platz drei.

Auf Platz zwei hielt sich der Spitzenreiter der vergangenen Woche, Steven Spielbergs Gauner-Farce "Catch Me If You Can" mit Leonardo DiCaprio und Tom Hanks. Als weiterer Neuzugang konnte sich der Horror-Thriller "Ring" auf dem vierten Rang platzieren. Die Heirats-Komödie "My Big Fat Greek Wedding" schließlich fiel in der vierten Woche um zwei Plätze auf Rang fünf.

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