Box Office Bruckheimers böse Buben dominieren die Kinocharts

Der Actionfilm "Bad Boys II" mit Will Smith und Martin Lawrence hat die "Pirates Of The Carribean" an der Spitze der amerikanischen Kinocharts abgelöst. Spektakel-Spezialist Jerry Bruckheimer, der beide Filme produziert hat, kann sich über einen doppelten Kassenerfolg freuen.


"Bad Boys II", Darsteller Lawrence, Smith (mit Gabrielle Union): Comeback der Buddys
REUTERS

"Bad Boys II", Darsteller Lawrence, Smith (mit Gabrielle Union): Comeback der Buddys

New York/Hamburg - Fliegender Wechsel auf dem Spitzenplatz der US-Box-Office-Charts: Nachdem die Piraten-Parodie "Pirates Of The Carribean" ("Fluch der Karibik") in der vergangenen Woche Arnold Schwarzeneggers "Terminator" vom Thron verdrängte, müssen die Freibeuter nun einem Buddy-Duo Platz machen, das bereits zum zweiten Mal gemeinsam antritt: "Bad Boys II", die Fortsetzung des Action-Kassenschlagers von 1995 mit Will Smith und Martin Lawrence als unorthodoxes und gewitztes Polizistenduo, spielte an ihrem Startwochenende 46,7 Millionen Dollar ein und setzte sich damit an die Spitze der nordamerikanischen Kinocharts.

Aber auch die "Pirates", die auf den zweiten Rang fielen, büßten nicht so viel Umsatz ein wie einige der jüngsten Event-Movies, die nach einem fulminanten Start schnell an Publikum verloren. "Hulk", "Charlie's Angels 2" und "Terminator 3" erlitten dieses Schicksal. Die aufwändige Comic-Verfilmung "The League Of Extraordinary Gentlemen" war in der vergangenen Woche im Wettbewerb um den Spitzenplatz an den "Pirates Of The Carribean" gescheitert. Das Freibeuter-Spektakel mit Johnny Depp und Orlando Bloom spielte noch einmal 33,3 Millionen Dollar in die Kinokassen. Action-Spezialist Jerry Bruckheimer ("Pearl Harbor"), der sowohl die "Pirates", als auch die "Bad Boys" produziert hat, kann sich also über einen doppelten Kassenknüller freuen. Er dürfte der erste Hollywood-Produzent sein, der mit zwei Filmen gleichzeitig die beiden ersten Chartplätze belegt. "Pirates Of The Carribean" hat in zwölf Tagen 132,2 Millionen Dollar umgesetzt und nähert sich damit der Spitzengruppe der bisher erfolgreichsten US-Filme des Jahres, "Matrix Reloaded" und "Finding Nemo".

Produzent Bruckheimer (mit Ehefrau Linda): Historischer Doppelsieg
AP

Produzent Bruckheimer (mit Ehefrau Linda): Historischer Doppelsieg

Den dritten Platz der Charts belegt "The League Of Extraordinary Gentlemen" in ihrer zweiten Woche, gefolgt von der neu gestarteten Komödie "Johnny English" mit dem britischen Komiker Rowan Atkinson. Der besonders in Deutschland überaus erfolgreiche Film spielte jedoch nur 9,3 Millionen Dollar ein. Der dritte Neustart des Wochenendes, die Teenie-Komödie "How To Deal" mit Sängerin Mandy Moore, floppte auf dem achten Platz mit 5,8 Millionen Dollar Umsatz. Auf dem fünften Platz hält sich "Terminator 3" in seiner dritten Woche.

Beachtlich ist der überraschende Erfolg des neuen Films des Briten Stephen Frears: Der düstere Thriller "Dirty Pretty Things" mit "Amélie"-Star Audrey Tautou startete zunächst nur in fünf amerikanischen Kinos, spielte aber bereits 101.000 Dollar ein. Offizieller US-Starttermin ist erst am 1. August.

In Deutschland konnten sich derweil die "Drei Engel für Charlie" an der Spitze der Kinocharts behaupten. Die Fortsetzung der Action-Komödie um die gewitzten Geheimagentinnen war in der Vorwoche erfolgreich gestartet. Auf Platz Zwei landete auf Anhieb die neu gestartete Comic-Verfilmung "Werner - Gekotzt wird später" und auf dem dritten Rang die ebenfalls neu angelaufene Komödie "Haus über Kopf" ("Bringing Down The House") mit Steve Martin als Spießbürger, dessen Leben von Queen Latifah durcheinander gewirbelt wird.

Die ehemals an der Spitze stehende Komödie "Bruce allmächtig" mit Jim Carrey rutschte auf den vierten Rang ab. Ang Lees Comic-Verfilmung "Hulk" wurde vom dritten auf den fünften Rang verdrängt.



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