Box Office Deutschland ist total blau

James Camerons blaues Wunder ist nicht zu stoppen: "Avatar" trotzt sämtlichen Kino-Neustarts, darunter starbesetzten Filmen wie dem Fantasyspektakel "Das Kabinett des Dr. Parnassus" mit Heath Ledger in seiner letzten Rolle.
Box Office: Deutschland ist total blau

Box Office: Deutschland ist total blau

Foto: REUTERS / 20th Century Fox

Hamburg/Los Angeles - "Avatar - Aufbruch nach Pandora" ist weiterhin auf Rekordkurs: Laut "Blickpunkt:Film" sahen noch einmal 600.000 Kinogänger James Camerons Ausnahmefilm, nach den vorläufigen Zahlen vom Wochenende ist die Fünf-Millionen-Grenze damit mühelos überschritten. Weltweit hat das Science-Fiction-Abenteuer bereits über 1,33 Milliarden Dollar eingespielt und nimmt stramm Kurs auf den bislang erfolgreichsten Film aller Zeiten, "Titanic" (1,84 Milliarden).

Die romantische Komödie "Haben Sie das von den Morgans gehört?" mit Hugh Grant und Sarah Jessica Parker als Ex-Paar auf unfreiwilligem Landurlaub startete mit 200.000 Zuschauern in 497 Kinos. Die Trickfilm-Fortsetzung "Alvin und die Chipmunks 2" hielt sich mit 155.000 Besuchern auf Platz drei.

Für Heath Ledgers letzten Auftritt im Geisterspektakel "Das Kabinett des Dr. Parnassus" ließen sich 140.000 Kinogänger begeistern - ein solides Ergebnis dafür, dass der Film nur in 276 Kinos anlief. Ledger war während der Dreharbeiten verstorben, seinen Part übernahmen in den ausstehenden Szenen die Superstars Johnny Depp, Jude Law und Colin Farrell. Til Schweigers "Zweiohrküken" befindet sich so langsam auf dem Rückzug: Es kamen noch 140.000 Zuschauer - Platz fünf.

Drei weitere Neueinsteiger rangieren unter den ersten Zehn: Der futuristische Action-Thriller "Gamer" mit Gerard Butler, der schon in der Gunst der US-Kinogänger durchgefallen war, brachte es auch hierzulande nur auf 65.000 verkaufte Tickets in 247 Kinos. Ebenso erging es dem Vampirfilm "Mitternachtszirkus - Willkommen in der Welt der Vampire", der eigentlich vom Erfolg der "Twilight"-Reihe profitieren sollte, aber mit nur 45.000 Zuschauern in 300 Kinos äußerst schlecht abschnitt. Die Campuskomödie "13 Semester" mit Max Riemelt als Bummelstudent sahen 50.000 Besucher in 150 Kinos.

Glückliche Außerirdische, Glücklose Vampire

Auch in den USA bleibt "Avatar - Aufbruch nach Pandora" unerreicht: 48,5 Millionen Dollar spielte das Science-Fiction-Epos ein - noch ein Rekord, denn ein solches Ergebnis ist zuvor noch keinem Film an seinem vierten Wochenende gelungen. Insgesamt beläuft sich der Umsatz bereits auf 429 Millionen.

Guy Ritchies Neuauflage von "Sherlock Holmes" mit Robert Downey Jr. verlor zwar erneut um fast die Hälfte, hält sich aber mit 16,6 Millionen Dollar auf dem zweiten Platz. Dahinter: die Fortsetzung von "Alvin und die Chipmunks", die 16,3 Millionen Dollar einspielte.

Bester Neueinsteiger ist der Horror-Thriller "Daybreakers", in dem eine Seuche nahezu die gesamte Weltbevölkerung in Vampire verwandelt hat. Trotz hochkarätiger Besetzung - unter anderem spielen Ethan Hawke und Willem Dafoe mit - kamen in 2523 Kinos nur 15 Millionen Dollar in die Kassen. Golden-Globe-Kandidat "Wenn Liebe so einfach wäre" (Originaltitel: "It's Complicated") mit Meryl Streep komplettiert mit elf Millionen Dollar Umsatz die Top Fünf.

Enttäuschend lief der Auftakt für die romantische Komödie "Leap Year" (deutscher Titel: "Verlobung auf Umwegen", startet im März), die 9,1 Millionen Dollar in 2511 Kinos einspielte. Die letzten Filme mit Hauptdarstellerin Amy Adams schlugen sich deutlich besser. Michael Cera ("Juno") als braver Jüngling, der sich in "Youth in Revolt" der Liebe wegen ein rebellisches Alter Ego zulegt, war ähnlich glücklos: sieben Millionen Dollar Einspiel in 1873 Locations.

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