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06. Juli 2009, 12:43 Uhr

Box Office

Eiszeit-Dinos gegen High-Tech-Spielzeug

Zwei Fortsetzungen kämpfen um Platz eins der Kinocharts: "Transformers - Die Rache" und "Ice Age 3 - Die Dinosaurier sind los". In Deutschland siegten die niedlichen Dino-Babys, in den USA hingegen ist die Schlacht zwischen animierten Sauriern und Maschinen noch nicht entschieden.

Los Angeles/Hamburg - Sie überstanden eine Eiszeit und trotzten der Klimakatastrophe. Im dritten Teil, "Ice Age: Dawn of the Dinosaurs" (deutscher Titel: "Ice Age 3 - Die Dinosaurier sind los") müssen sich Mammut Manni und seine Freunde nun gegen eine Horde Dinosaurier behaupten - und kamen damit am ersten Wochenende auf das beste internationale Startergebnis eines Animationsfilms aller Zeiten.

Auch in Deutschland eroberte das Sequel mühelos die Spitze der Kinocharts, war aber vorerst nicht so erfolgreich wie seine Vorgänger. Laut Branchenmagazin "Blickpunkt:Film" sahen 1,1 Millionen Besucher (825 Kinos) "Ice Age 3". Der erste Teil hatte im Jahr 2002 1,5 Millionen Zuschauer am ersten Wochenende, "Ice Age 2 - Jetzt taut's" sogar 2,4 Millionen.

Der Trickfilm verdrängte in den deutschen Kinos klar den Vorwochensieger "Transformers - Die Rache", der in seiner zweiten Woche nur noch auf 300.000 Zuschauer kam.

Für die Romanverfilmung "Illuminati" reichte es nur noch für fünfstellige Zahlen und damit Rang drei der Kinocharts. Wenn man die noch nicht ausgezählten Kopien des Wochenendes berücksichtigt, könnte der Animationsfilm "Ice Age 3" den Tom-Hanks-Film jedoch als bester Kinostart des Jahres ablösen. "Illuminati" hält mit knapp 1,1 Millionen Besuchen bislang die Bestmarke 2009.

Kopf-an-Kopf-Rennen in den USA

In den USA war das Rennen zwischen den kuriosen Eiszeit-Dinosauriern und dem Action-Spektakel "Transformers - Die Rache" wesentlich knapper. Beide Filme spielten nach letzten Schätzungen von hollywood.com 42,5 Millionen Dollar ein und liegen damit gleichauf.

Für den zweiten Teil der "Transformers"-Saga ist das Kopf-an-Kopf-Rennen ein außerordentlicher Erfolg. Der Film von Regisseur Michael Bay war schon in der ersten Woche auf über 200 Millionen Dollar Einspielergebnis gekommen und schwingt sich damit trotz des Minus von 61 Prozent zum Super-Blockbuster des Jahres auf.

Den zweithöchsten Neueinstieg schaffte Johnny Depp in der Rolle des berüchtigten Bankräubers John Dillinger. Der Action-Thriller "Public Enemies" des Regisseurs Michael Mann über den ersten Staatsfeind Nummer eins der USA, spielte am ersten Wochenende 26,1 Millionen Dollar ein und insgesamt 41 Millionen seit seinem Start am Mittwoch.

"The Proposal" (deutscher Titel: "Selbst ist die Braut") verlor zwar rund ein Drittel gegenüber der Vorwoche. Mit 12,8 Millionen Dollar reicht es für die Komödie mit Sandra Bullock immerhin noch für Platz vier. Das gesamte Ergebnis liegt damit bei 94,2 Millionen.

Die 200-Millionen-Grenze hat an diesem Wochenende der Film gewordene Junggesellenabschied "The Hangover" genommen. Mit 10,4 Millionen Dollar reicht es für den Erfolgsklamauk aber nur noch für den fünften Rang.

Der Animationsfilm "Up!" (deutscher Titel: "Oben") wurde zwar vorerst von den "Transformers"-Spielzeugautos vom Thron des erfolgreichsten Films des Jahres verdrängt, ist aber mittlerweile bei einem Gesamtergebnis von 264 Millionen Dollar angekommen und rückt damit in der Pixar-eigenen Bestenliste auf Platz zwei - hinter "Findet Nemo".

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