Box Office Emmerich schwingt die Keule

Wie erwartet kühlten US-amerikanische Zuschauer ihr Mammütchen bei Emmerichs Steinzeit-Epos "10.000 B.C" - und katapultierten es an die Spitze der Charts. In Deutschland war es nicht anders - die Urzeit-Schmonzette war top.


Hamburg/Los Angeles - Mammuthorden, Säbelzahntiger, Killervögel - das wollten US-amerikanische wie deutsche Zuschauer am Wochenende am liebsten sehen. Auch die vergleichsweise schlechten Kritiken konnten sie nicht davon abhalten, Roland Emmerichs Steinzeit-Epos "10.000 B.C." an die Spitze des Box Office zu katapultieren.

Trotzdem blieb laut "Blickpunkt:Film" in den USA das solide Ergebnis von 35,7 Millionen Dollar in 4310 Kinos hinter den hohen Erwartungen zurück. Es liegt jetzt etwa gleichauf mit dem ähnlich verrissenen "Jumper", der in den ersten Tagen 38,7 Millionen Dollar einspielen konnte und insgesamt nach vier Wochen bei 72,5 Millionen Dollar steht.

Immerhin hat das prähistorische Spektakel einen ordentlichen Schnitt von etwa 10.500 Dollar pro Kopie vorzuweisen, auch wenn das weit hinter dem letztjährigen Frühjahrs-Eventmovie von Warner, "300", zurückbleibt. Der Film hatte damals sensationelle 70,9 Millionen Dollar eingespielt. Außerdem blieb "10.000 B.C." hinter dem Startergebnis von Emmerichs letzten High-Concept-Film "The Day After Tomorrow" zurück, der im Sommer 2004 mit 85,8 Millionen Dollar angelaufen war und insgesamt 186,6 Millionen Dollar einspielte. Weltweit spielte das Epos weitere 25,3 Millionen Dollar ein, so dass das weltweite Gesamtergebnis bei 61 Millionen Dollar liegt.

Als zweiter Neuling kam "College Road Trip" mit Martin Lawrence in 2706 Kinos auf 14 Millionen Dollar und blieb damit hinter vergleichbaren auf ein Familienpublikum ausgerichteten Disney-Produktionen wie "Der Babynator " (30,6 Millionen Dollar) oder "Daddy ohne Plan" (23 Millionen Dollar) zurück. "8 Blickwinkel " hielt sich an seinem dritten Wochenende auf Platz drei mit 7,5 Millionen Dollar gut und schraubte sein Gesamteinspielergebnis auf 51,7 Millionen Dollar. Die Will Ferrell-Komödie "Semi-Pro" fiel von Platz eins auf vier und musste bei einem Einspiel von 5,8 Millionen Dollar ein Minus von 62 Prozent hinnehmen.

In Deutschland dasselbe Bild: Mit rund 270.000 Besuchern hat "10.000 B.C. " laut "Blickpunkt:Film" am vergangenen Wochenende Platz eins der deutschen Kinocharts übernommen.

Auf dem zweiten Platz plazierte sich der Vorwochenspitzenreiter "Unsere Erde ", der nach rund 250.000 Besuchern jetzt auf die Zwei-Millionen-Besucher-Marke zusteuert. Bronze sicherte sich mit dem Tanzfilm "Step Up 2 the Streets " ein weiterer Neuling, den rund 190.000 Kinobesucher sehen wollten. Auf Platz vier landete "DWK 5 - Die wilden Kerle: Hinter dem Horizont ", der nach rund 185.000 Besuchern die Eine-Million-Besucher-Schwelle überschritten hat, gefolgt von der Sandalenfilm-Parodie "Meine Frau, die Spartaner und ich " mit rund 150.000 Besuchern.

Mit Doris Dörries "Kirschblüten - Hanami " (rund 60.000 Besucher) auf Platz neun gelang einem weiteren Neuling der Sprung in die Top Ten. Der Film erzielte damit das beste Startergebnis eines Doris-Dörrie-Films seit "Nackt ", der im September 2002 mit knapp 150.000 Besuchern angelaufen war. Insgesamt wurden an den deutschen Kinokassen am vergangenen Wochenende rund 1,8 Millionen Tickets gelöst.

hoc



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