Box Office Grüner Oger gegen Super-Spinne

Die Animationskomödie "Shrek der Dritte" hat die Comic-Verfilmung "Spider-Man 3" in den USA vom Thron gestoßen. 122 Millionen Dollar spülte das liebenswerte Fantasiewesen in die Kinokassen. In Deutschland steht der Spinnenmann nach wie vor ganz oben.


Los Angeles - "Shrek der Dritte" hat an den amerikanischen Kinokassen neue Maßstäbe gesetzt. Das grüne Ungeheuer mit seiner Prinzessin Fiona legte in den USA den bislang besten Start eines Animationsfilms hin. Mit 122 Millionen Dollar Einspielsumme war die Animationskomödie laut "Blickpunkt Film" deutlich erfolgreicher als seine beiden Vorgänger. "Shrek der tollkühne Held" war 2001 mit 42,3 Millionen Dollar angelaufen, bei seiner Rückkehr drei Jahre später gelang dem Oger mit 108 Millionen ein Rekord. Bis heute ist "Shrek 2" insgesamt 436,7 Millionen Umsatz der dritterfolgreichste Film der Boxoffice-Geschichte.

Erfolgsfilm "Shrek 3": Liebenswerter kann ein Monster wohl kaum sein
AFP

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Erstmals überhaupt konnten gleich zwei Filme binnen eines Monats am Startwochenende jeweils mehr als 100 Millionen Dollar umsetzen. Umso erstaunlicher, dass es sich bei beiden um Sequels handelt - genauer gesagt, um jeweils dritte Folgen. "Spider-Man 3" hatte Anfang des Monats mit 151,1 Millionen Dollar einen Rekord aufgestellt. Shrek konnte den Spinnenhelden nun zwar auf Platz zwei verdrängen, die Krone für den besten Filmstart aller Zeiten konnte das liebe Monster aber nicht ergattern. "Spider-Man 3" verlor an seinem dritten Wochenende weiter an Zuschauern. Mit weltweit fast 750 Millionen Dollar Umsatz steht der Superheld aber kurz davor, der erfolgreichste Film in der Geschichte von Sony Pictures zu werden.

Platz drei ging an den Horrorfilm "28 Weeks Later" von Regisseur Juan Carlos Fresnadillo. 5,2 Millionen Dollar erwirtschaftete die Fortsetzung von Danny Boyles "28 Days Later" (2003). Danach folgten der Teenager-Thriller "Disturbia" mit 3,7 und die schwarzhumorige Komödie "Georgia Rule" mit 3,5 Millionen Dollar. Insgesamt konnten die Filme der Top Ten gewaltige 170,8 Millionen umsetzen. Die nächste lukrative Premiere steht übrigens schon vor der Tür: Am kommenden Wochenende startet "Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt", der dritte Teil über die Piraten um Captain Jack Sparrow (Johnny Depp).

In Deutschland dominiert "Spider-Man 3" mit Tobey Maguire und Kirsten Dunst weiter die Charts. Rund 380.000 Kinogänger verfolgten am dritten Wochenende die Heldentaten des Spinnenmanns. Damit steuert der Film von Regisseur Sam Raimi zielstrebig auf die Drei-Millionen-Besucher-Marke zu. Auch am zweiten Platz hat sich nichts verändert, diesen belegt weiter die Komödie "Born to Be Wild - Saumäßig unterwegs". Mit etwas mehr als 150.000 Zuschauern lockte der Film ungefähr so viel Publikum in die Kinos wie in den beiden Vorwochen und verteidigte seinen Rang gegen den Neuling "Das perfekte Verbrechen" von Gregory Hoblit. Der Thriller mit Anthony Hopkins versammelte in 199 Kinos allerdings starke 130.000 Zuschauer. Auf Platz vier rutschte die Komödie "Mr. Bean macht Ferien", die am achten Wochenende immer noch 90.000 Leute vor die Leinwand brachte und damit nun als erster Film in diesem Jahr die 3-Millionen-Hürde genommen hat.

Den fünften Rang belegte der Newcomer "Stomp the Yard". Der Teenie-Tanzfilm im Gang-Milieu von Los Angeles brachte es in 147 Kinos auf mehr als 85.000 Zuschauer. Danach folgten der Familienfilm "Herr Bello" (65.000 in 228 Kinos) und "2 Tage Paris" (40.000 in 53 Kinos). Insgesamt wurden in Deutschland am vergangenen Wochenende 1,4 Millionen Eintrittskarten verkauft.

hho

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