Box Office Gut gegruselt

Wer am üblicherweise umsatzarmen Halloween-Wochenende überhaupt ins Kino ging, guckte natürlich einen Horrorfilm: Die Grusel-Parodie "Scary Movie 3" konnte sich so ein weiteres Mal an der Spitze der amerikanischen Kinocharts behaupten. Deutschland bleibt dem "Wunder von Bern" treu.


Denise Richards und Charlie Sheen in "Scary Movie 3": Halloween-bedingtes Hoch
REUTERS

Denise Richards und Charlie Sheen in "Scary Movie 3": Halloween-bedingtes Hoch

Los Angeles - Eine Woche nach ihrem Rekordstart spielte die Horror-Parodie von Comedy-Regisseur David Zucker nach vorläufigen Studioangaben vom Montag noch einmal 21,1 Millionen Dollar (18 Millionen Euro) ein. Im Dezember soll "Scary Movie 3" auch in deutschen Kinos anlaufen. Das Horror-Remake "The Texas Chainsaw Massacre" profitierte ebenfalls von der Halloween-bedingten Grusellaune des amerikanischen Kino-Publikums. Mit 10,9 Millionen Dollar belegte der Film des deutschen Regisseurs Marcus Nispel an seinem dritten Wochenende den dritten Platz.

Zwischen die Gruselfilme drängte sich aber auch familienfreundliche Unterhaltung. Disneys Zeichentrickfilm "Bärenbrüder" ("Brother Bear") setzte am Samstag und Sonntag rund 18,5 Millionen Dollar um und konnte sich auf Rang zwei platzieren. Anstelle des üblichen Freitagsstarts brachte Disney das liebevoll gezeichnete Bärenabenteuer erst nach der Halloween-Nacht in die Kinos. Der Film wird voraussichtlich Mitte März in Deutschland anlaufen.

Wie schon am vorigen Wochenende folgte mit knappem Abstand auf Platz vier das Dokudrama "Radio", in dem Cuba Gooding Jr. einen geistig verwirrten Mann spielt, der in dem Footballtrainer Ed Harris einen Freund findet. Der mit Dustin Hoffman und Gene Hackman hochkarätig besetzte Justizthriller "Runaway Jury", eine John-Grisham-Verfilmung, rutschte an seinem dritten Wochenende auf Platz fünf, gefolgt von dem in der Vorwoche gestarteten Thriller "Mystic River" von Clint Eastwood mit Sean Penn und Tim Robbins.

Eine Niederlage musste Publikumsliebling Meg Ryan einstecken. Trotz ungewöhnlich freizügiger Szenen in dem Thriller "In the Cut" konnte die Schauspielerin nur wenige Fans ins Kino locken. Der düster-erotische Film von Regisseurin Jane Campion war auch bei vielen Kritikern durchgefallen. Mit vorläufigen Einnahmen von 2,3 Millionen Dollar landete er auf Platz zehn.

In Deutschland hält sich unterdessen Sönke Wortmanns Fußballfilm "Das Wunder von Bern" seit nunmehr drei Wochen unangefochten an der Spitze der Kinocharts. Mehr als 452.000 Zuschauer sahen den Film über den Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 1954 von Donnerstag bis Sonntag, wie die Marktforscher von media control in Baden-Baden am Montag nach einer vorläufigen Auswertung der Besucherzahlen mitteilten.

Gefolgt wird "Das Wunder von Bern" wie schon in der Vorwoche von der Komödie "Ein (un)möglicher Härtefall" mit George Clooney und Catherine Zeta-Jones. Die Screwball-Komödie der Coen-Brüder sahen in der zweiten Woche noch einmal fast 240.000 Kinogänger. Der neu angelaufene Historienfilm "Luther" schaffte es mit rund 220.000 Zuschauern auf den dritten Platz. Der Film mit Joseph Fiennes, Peter Ustinov und Bruno Ganz in den Hauptrollen erzählt die Geschichte des Reformators Martin Luther.

Auf dem vierten Platz konnte sich in der zweiten Woche mit etwas mehr als 145.000 Zuschauern "Kill Bill - Vol. 1" von Quentin Tarantino halten. Rund 143.000 Besucher sahen Will Smith und Martin Lawrence als Drogenfahnder in "Bad Boys II", der damit um zwei Plätze auf den fünften Rang abrutschte.

Die deutschen Kinocharts:


1 (1) "Das Wunder von Bern", 452.324 Zuschauer
2 (2) "Ein (un)möglicher Härtefall", 239.860 Zuschauer
3 (neu) "Luther", 220.263 Zuschauer
4 (4) "Kill Bill - Vol. 1", 145.065 Zuschauer
5 (3) "Bad Boys II", 143.255 Zuschauer


(Quelle: Media Control)

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