Box Office Horror-Opa Freddy Krueger macht Kasse

Der Mann mit der Klingenhand ist zurück - und lehrt die Konkurrenz das Fürchten. "Nightmare on Elm Street", der neunte Film über Serienkiller Freddy Krueger, setzte sich in den USA an Platz eins der Kinocharts. Die Deutschen vergnügten sich mit Miley Cyrus.

"Nightmare on Elmstreet" 2010: Jackie Earle Haley als Freddy Krueger
Warner Bros.

"Nightmare on Elmstreet" 2010: Jackie Earle Haley als Freddy Krueger


Hamburg/Los Angeles - Die Horror-Ikone Freddy Krueger ist wieder da: "Nightmare on Elm Street" (deutscher Titel: "Nightmare - Mörderische Träume") spielte zur US-Premiere 32,2 Millionen Dollar in 3332 Kinos ein. Wie das Branchenmagazin "Blickpunkt:Film" berichtet, hat Warner Bros. damit nach wenigen Tagen schon fast seine Produktionskosten wieder raus - und ein Sequel soll bereits in Arbeit sein.

Auf dem zweiten Platz ist "Drachenzähmen leicht gemacht" auf dem besten Weg, der erfolgreichste Nicht-"Shrek"-Film für Verleiher DreamWorks Animation zu werden. Mit 10,8 Millionen Dollar am Wochenende hat der Überraschungshit bereits über 190 Millionen auf der Haben-Seite. Dahinter kommt "Date Night" mit Komikerin Tina Fey auf einen Wochenendumsatz von 7,6 Millionen Dollar. Jennifer Lopez' enttäuschend angelaufene Komödie "The Back-Up Plan" (deutscher Titel: "Plan B für die Liebe") hält sich auf niedrigem Niveau (7,2 Millionen Dollar).

Die Top Fünf beschließt der neue Film von Regisseur Roger Kumble ("Eiskalte Engel"), "Furry Vengeance" (deutscher Titel: "Reine Fellsache") mit Brendan Fraser als Immobilienmakler im klamaukigen Kampf gegen eine Horde rachsüchtiger Tiere. Die Komödie spielte in 2997 Kinos nur 6,5 Millionen Dollar ein.

Insgesamt war es erneut ein maues Wochenende mit elf Prozent weniger Umsatz als Ende April letzten Jahres. Die große Hoffnung der kommenden Kinowoche heißt nun "Iron Man 2": Mit über 100 Millionen Dollar hatte der zweite Teil der Comic-Verfilmung mit Robert Downey Jr. als titelgebendem Superhelden am vergangenen Wochenende bereits einen exzellententen Start in 53 Ländern. Teil eins hatte 2008 allein in Amerika auf Anhieb 98,6 Millionen Dollar in die Kassen gebracht, von der Fortsetzung wird zu Beginn der Kino-Sommersaison ein noch größerer Erfolg erwartet.

"Vincent" wollte mehr

In den deutschen Charts musste der "Kampf der Titanen" den Spitzenplatz räumen: Schätzungen zufolge sahen 120.000 Besucher in 260 Kinos Miley Cyrus' Versuch, sich von ihrem Alter Ego "Hannah Montana" zu emanzipieren. In "Mit Dir an meiner Seite" (Originaltitel: "The Last Song") spielt der Disney-Star ein Mädchen, das während eines Urlaubs seinem entfremdeten Vater wieder näher kommt. Das Coming-of-Age-Drama triumphierte über das Endzeitabenteuer, das 10.000 Zuschauer weniger lockte. Dahinter landete die Komödie "Zu scharf, um wahr zu sein" (Originaltitel: "She's Out of My League") mit ebenfalls knapp sechsstelliger Besucherzahl.

Der heimliche Gewinner ist jedoch ein anderer: die Tragikomödie "Vincent will meer" von Ralf Huettner ("Mondscheintarif"), die nach einem guten Start in der Vorwoche noch einmal auf 75.000 verkaufte Tickets zulegen konnte.

Nur durchschnittlich startete "Verrückt nach Steve" (Originaltitel: "All About Steve"), die Stalker-Komödie, für die Oscar-Preisträgerin Sandra Bullock in diesem Jahr die Goldene Himbeere bekam - die Auszeichnung für die schlechteste Schauspielleistung des Jahres; 55.000 Zuschauer kamen in 250 Kinos. 40.000 Karten in 160 Kinos verkaufte Neueinsteiger "I Love You Phillip Morris" mit Jim Carrey als Kleinstadtbürger, der seine Homosexualität entdeckt.

can/Reuters



© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.