Box Office "Jackass 3D" räumt Kinocharts auf

Schmerz lass nach: Mit ihren derben Späßen begeistert die "Jackass"-Gang um Johnny Knoxville die US-Kinozuschauer. "The Social Network" hingegen rutscht in der dritten Woche ab. In Deutschland gab es viele Neustarts - und eine Überraschung.

Moneyshot: "Jackass 3D" kostete 20 Millionen Dollar und hat schon 50 Millionen eingespielt
Paramount Pictures

Moneyshot: "Jackass 3D" kostete 20 Millionen Dollar und hat schon 50 Millionen eingespielt


New York - Der erste "Jackass"-Film im 3D-Format, "Jackass 3D", hat sich in Nordamerika mit 50 Millionen Dollar (36 Millionen Euro) an die Spitze der Kinocharts gesetzt; die Produktion hatte 20 Millionen Dollar gekostet. Die neue Folge um das Chaosteam von Johnny Knoxville steht ihren Vorgängern "Jackass - Der Film" und "Jackass: Nummer Zwei" an derben und fast immer geschmacklosen Gags in nichts nach. Fische werden als Keulen und Menschen als Zielscheiben beim Tontaubenschießen missbraucht, eine mobile Toilette wird samt Benutzer und Inhalt in die Luft geschleudert.

Auch dank der höheren 3D-Einnahmen verbesserte der jüngste "Jackass"-Film sein Premierenergebnis nach Schätzung des Branchenführers Box Office Mojo auf das Doppelte der bisherigen ersten Folgen. "Jackass 3D" läuft in der nächsten Woche in Deutschland an.

Robert Schwentkes neuer Film, "R.E.D. - Härter, älter, besser", landete auf Platz zwei der US- und kanadischen Kinocharts. Die auf einem Comic basierende Actionkomödie verhalf Bruce Willis zu seinem besten Premierenergebnis seit "Stirb langsam 4" vor drei Jahren. Außer ihm wirken Morgan Freeman und Helen Mirren in dem vor allem bei etwas älteren Zuschauern beliebten Film mit.

Das Facebook-Drama "The Social Network" hielt sich mit 11 Millionen Dollar auf Platz drei (Gesamteinnahmen 63,1 Millionen). Der Film um das Wunderpferd "Secretariat" fiel leicht zurück und muss sich jetzt mit Rang vier zufrieden geben. Ihm folgt Katherine Heigls und Josh Duhamels Pateneltern-Abenteuer "So spielt das Leben". Im Vergleich zum Vorjahreswochenende brachten die Top-12-Filme fünf Prozent weniger in die Kinokassen; die Zuschauerzahl ging lediglich um 2,3 Prozent zurück.

Unverbesserlicher Platz eins

Die deutschen Kinocharts führt zum dritten Mal in Folge der Animationsfilm "Ich - Einfach unverbesserlich". Wie das Branchenmagazin "Blickpunkt: Film" berichtet, wollten den nunmehr größten Hit der Herbstsaison knapp 350.000 Besucher sehen. Auch auf dem zweiten Platz findet sich ein Trickfilm: Die Kinderbuchadaption "Konferenz der Tiere" in 3D war in der Vorwoche mit rund 172.000 Besuchern vergleichsweise verhalten angelaufen, startete in der zweiten Woche aber etwas überraschend mit 250.000 Zuschauern durch.

"The Social Network" belegt, ebenso wie in den USA, den dritten Rang. "Blickpunkt: Film" berichtet von 190.000 Kinogängern. Dicht dahinter folgt die Komödie "Die etwas anderen Cops" mit Will Ferrell mit Mark Wahlberg, die 180.000 Zuschauer in die Kinos lockte. Den fünften Platz belegt "Eat, Pray, Love" mit 125.000 Zuschauern. Der 3D-Abenteuerfilm "Die Legende der Wächter" kam auf 100.000 verkaufte Karten und den sechsten Platz, das Historiendrama "Goethe!" mit 95.000 Zuschauern auf den siebten Platz.

Der Drogenfilm "Twelve" (rund 30.000 Zuschauer) und "Gainsbourg - Der Mann, der die Frauen liebte" (rund 20.000) verpassen den Einzug in die Top Ten. Dank diverser Neustarts befinden sich erstmals dieses Jahr sieben Neulinge unter den besucherstärksten 20 Filmen in Deutschland. Insgesamt wurden laut "Blickpunkt: Film" an diesem Herbstwochenende 1,8 Millionen Tickets gelöst - das beste Ergebnis seit zwei Monaten.

ore/dpa



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