Box Office Kleiner Fisch macht große Sprünge

Der neue Disney-Zeichentrickfilm "Findet Nemo“ setzte sich gleich an seinem ersten Wochenende an die Spitze der amerikanischen Kino-Charts. Trotz "Friends“-Schönheit Jennifer Aniston wurde die Komödie "Bruce Almighty“ auf Platz zwei verdrängt. Deutschland hält derweil der "Matrix" die Treue.


Erfolgreicher Tauchgang: "Findet Nemo" spielte am ersten Wochenende mehr als 70 Millionen Dollar ein
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Erfolgreicher Tauchgang: "Findet Nemo" spielte am ersten Wochenende mehr als 70 Millionen Dollar ein

New York/Hamburg - Rund 70 Millionen Dollar spielte "Findet Nemo" an seinem ersten Wochenende ein. Damit ist er der am erfolgreichsten gestartete Zeichentrickfilm aller Zeiten. Ein Rekord, der bisher von Disneys "Monster Inc" gehalten wurde, der bei seinem Start im Jahr 2001 rund 62 Millionen Dollar einbrachte. Der Start-Termin für "Findet Nemo" in Amerika war allerdings auch günstig gewählt: Unzählige amerikanische Familien stürmten geradezu in die Kinos, um den ersten kinderfreundlichen Film des Sommers zu sehen. In Deutschland ist "Findet Nemo" ab November zu sehen.

"Findet Nemo" erzählt die Suche eines Fischvaters nach seinem Sohn Nemo - dieser gefühlvollen Geschichte hatte die Komödie "Bruce Almighty" mit Jim Carry nichts mehr entgegen zu setzten. Verdrängte der Film selbst noch vor einer Woche "Matrix Reloaded" von der Spitze der Kino-Charts, landete "Bruce" nun selbst nur noch auf Rang zwei. Die Komödie um den TV-Reporter, der eine Woche lang mit göttlichen Kräften spielen darf, verzeichnet einen Umsatzrückgang von 48 Prozent. Trotz der Begleitung von "Friends"-Schönheit Jennifer Aniston wird "Bruce", der bisher 135 Millionen Dollar einspielte, die gewünschte 200 Millionen Dollar-Marke wohl nicht mehr erreichen.

Der neu gestartete Thriller "The Italian Job" schaffte es trotz des übermächtigen "Nemo"-Starts immerhin auf Platz drei der US-Charts. Mark Wahlberg, Edward Norton und Charlize Theron in den Hauptrollen sorgten am ersten Wochenende für ein Einspielergebnis von 19,3 Millionen Dollar. Eine gewisse Ähnlichkeit der Geschichte zu "The Bourne Identity" ist allerdings nicht von der Hand zu weisen. Erst letzten Sommer waren Matt Damon und Frank Potente in dem Agenten-Drama zu sehen.

Einen erneuten und recht deutlichen Umsatzeinbruch musste "Matrix Reloaded" hinnehmen. In seiner dritten Woche spielte das Aktion-Spektakel nur noch 15 Millionen Dollar ein. Produzent Joel Silver kann dennoch zufrieden sein: Bereits in der letzten Woche hatte die "Matrix" die 200-Millionen-Dollar Grenze überschritten, insgesamt liegt das Einspiel-Ergebnis bereits jetzt bei 232 Millionen Dollar.

Auch Eddie Murphys Komödie "Daddy Day Care" litt unter dem erfolgreichen Start von "Findet Nemo". Mit einem Umsatzrückgang von 51 Prozent auf 6,8 Millionen Dollar schaffte es der Film noch knapp auf Platz fünf der nordamerikanischen Kino-Charts. Der mit viel Spannung erwartete Grusel-Shocker "Wrong Turn" blieb hinter den Erwartungen zurück und belegte mit einem Einspielergebnis von fünf Millionen Dollar gerade mal Platz sieben der US-Kino-Charts.

Ganz im Gegensatz zu den USA hält sich "Matrix Reloaded" in den deutschen Kinocharts schon in der zweiten Woche in Folge an der Spitze. Die Psychologen-Komödie "Die Wutprobe" mit Jack Nicholson und Adam Sandler rutschte von Platz zwei auf die dritte Position. Platz zwei schaffte die neu gestartete Komödie "Kangoroo Jack". Die unterhaltsame Geschichte um ein digital animiertes Känguru ist für Kinder aller Altersgruppen gedacht und konnte in dieser Zielgruppe ganz offensichtlich reüssieren. Die College-Komödie "Old School" belegte den vierten Platz, die Beziehungskomödie "Wie werde ich ihn los - in 10 Tagen" rutschte auf den fünften Rang.



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