Box Office Mit Hirndoping an die Spitze

Im Duell der gutaussehenden Männer bevorzugten die amerikanischen Kinogänger eindeutig Bradley Cooper im Thriller "Limitless" gegenüber Matthew McConaughey in "Lincoln Lawyer". In Deutschland war "The King's Speech" der stärkste Film an einem schwachen Wochenende.

Ein Altstar (Robert De Niro) und ein Aufsteiger (Bradley Cooper) prägen "Ohne Limit"
Concorde

Ein Altstar (Robert De Niro) und ein Aufsteiger (Bradley Cooper) prägen "Ohne Limit"


Hamburg/Los Angeles - Gleich drei neuen Filmen war am vergangenen Wochenende der Sprung an die Spitze der amerikanischen Kinocharts zugetraut worden - ohne dass es einen klaren Favoriten gegeben hätte. Am Ende freute sich Relativity Media, die Verleihfirma von "Limitless", der unter dem Titel "Ohne Limit" am 14. April in Deutschland anlaufen wird, über eine "erfreuliche Überraschung".

Der Film von Regisseur Neil Burger spielte an seinem Startwochenende 19 Millionen Dollar ein, wie der Branchendienst Boxofficemojo.com meldet, und ist damit die neue Nummer eins in den US-Kinocharts. "Limitless" handelt von einem erfolglosen Schriftsteller, der dank einer Gehirndoping-Pille reich und mächtig wird. Gespielt wird er von Bradley Cooper, der mit der TV-Serie "Alias" bekannt wurde und in der Komödie "The Hangover" seine lustige Seite zeigte. Hier agiert er neben Altstar Robert De Niro, der damit vier Monate nach "Meine Frau, unsere Kinder und ich" erneut an der Spitze steht, wie das Branchenmagazin "Blickpunkt:Film" bemerkt.

Die anderen beiden hoch gehandelten Neustarts wurden nicht nur von "Limitless" abgehängt, sondern blieben auch zurück hinter zwei schon länger laufenden Filmen: Mit einem Umsatz von 15,3 Millionen Dollar verteidigte der animierte Spaghetti-Western " Rango" seinen zweiten Platz vor dem Apokalypse-Spektakel "Battle: Los Angeles", das mit eingespielten 14,6 Millionen Dollar einen 59-prozentigen Rückgang gegenüber dem Vorwochenende hinnehmen musste, an dem der Film noch auf Platz eins der Kinocharts gestanden hatte.

Matthew McConaughey, der in der Bestsellerverfilmung "Die Jury" seinen Durchbruch als Schauspieler hatte, konnte bei seiner Rückkehr in den Gerichtssaal nicht punkten - obwohl auch "The Lincoln Lawyer" (auf deutsch als "Der Mandant" erst ab dem 23. Juni im Kino) auf einem erfolgreichen Buch beruht, geschrieben vom Krimiautor Michael Connelly. Dennoch reichten 13,4 Millionen Dollar Einspiel nur für Platz vier - und das, obwohl die Verleihfirma Lionsgate über die Schnäppchen-Website Groupon verbilligte Kinokarten angeboten hatte, die zum vollen Preis in die Umsatzbilanz eingingen, weil Lionsgate den Kinos die Preisdifferenz zahlte.

Knapp hinter dem Gerichtsdrama reihte sich mit "Paul" eine Science-Fiction-Komödie ein: Ein Ticketverkaufsergebnis von 13,2 Millionen Dollar brachte Platz fünf für die Geschichte von zwei britischen Comicfans, die in Amerika die Bekanntschaft eines Außerirdischen machen, gesprochen von Seth Rogen (in der deutschen Fassung, die am 14. April startet, leiht Bela B. von den Ärzten dem Alien Paul die Stimme).

"The King's Speech" gerät nicht ins Stottern

In Deutschland wurde mit insgesamt 1,3 Millionen verkauften Kinokarten laut "Blickpunkt:Film" das schwächste Wochenende des Jahres registriert. Der vierfache Oscar-Gewinner " The King's Speech" war weiterhin der attraktivste Film für die Kinogänger, 170.000 Besucher wollten das Historien-Drama mit Colin Firth sehen.

Dahinter kam der erfolgreichste Neustart auf Platz zwei - trotz seines Titels "Ich bin Nummer 4". Das Science-Fiction-Abenteuer wollten immerhin 140.000 Zuschauer sehen. Stark hält sich weiterhin das Einwanderer-Drama " Almanya - Willkommen in Deutschland", das sich mit 125.000 verkauften Tickets vor Til Schweigers Komödie " Kokowääh" drängte, die in der siebten Kinowoche noch 110.000 Besucher anlockte. Mit "Meine erfundene Frau" auf Platz fünf und "Rango" auf Rang sechs übersprangen noch zwei weitere Filme die Hunderttausend-Zuschauer-Hürde.

Etwas mehr als 50.000 Kinokarten wurden für den Religions-Schocker "The Rite - Das Ritual" mit Anthony Hopkins verkauft, was für die Top Ten der deutschen Kinocharts reichte. Immerhin unter die 20 erfolgreichsten Filme des Wochenendes schaffte es der dänische Auslandsoscar-Gewinner " In einer besseren Welt", der in nur 72 Kinos anlief und 20.000 Zuschauer interessierte.

feb/dpa/Reuters



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