Box Office O Shrek! Amerika wählt grün

"Shrek 2", die digital animierte Komödie um ein grasfarbenes Märchenmonster, brach in Amerika auch in der zweiten Woche alle Zuschauerrekorde. Deutschland erwärmte sich fürs schockgefrorene New York in Roland Emmerichs Katastrophenfilm "The Day After Tomorrow".


 Animationsfilm "Shrek 2": Monströser Erfolg aus Bits und Bytes
REUTERS

Animationsfilm "Shrek 2": Monströser Erfolg aus Bits und Bytes

Sagenhaft geht's weiter mit "Shrek 2": Auch in der zweiten Woche blieb die Animationsfabel um ein grünes Märchenmonster an der Spitze der amerikanischen Kinocharts. Selbst Roland Emmerichs weltweit gestarteter Katastrophen-Blockbuster konnte am viertätigen Memorial-Day-Wochenende nichts gegen die charmante Komödie ausrichten und landete auf Platz zwei der Charts. Nach 92,4 Millionen eingespielten Dollar hat "Shrek 2" am Wochenende schneller als jeder andere Film zuvor die Viertel-Milliarden-Hürde am Box Office genommen. Am Mittwoch könnte er dann sogar das Komplett-Einspielergebnis des ersten Teils - monströse 267 Millionen Dollar - übertreffen.

"The Day After Tomorrow" kann jedoch immer noch stolze 85 Millionen Dollar Einspielergebnis vorweisen und hatte damit den voraussichtlich zweitbesten Memorial-Day-Start aller Zeiten. Eine filmreife Leistung: Laut dem Branchenblatt "Blickpunkt: Film" spielten erstmals in der Geschichte des US-Kinos gleich zwei Produktionen jeweils mehr als 70 Millionen Dollar in einer Woche ein. Gemeinsam brachten es die beiden Chart-Spitzenreiter auf 178 Millionen Dollar. Auf Platz drei kämpft wacker Wolfgang Petersens Sandalen-Epos "Troja" mit 15 Millionen Dollar. Die Plätze vier und fünf belegen zwei Neueinsteiger: Die Romanze "Liebe auf Umwegen" mit Kate Hudson und John Cusack (14 Millionen Dollar) und "Soul Plane", eine Komödie um eine abgehoben-schräge Fluggesellschaft mit Rap-Star Snoop Dog (sieben Millionen Dollar).

 Katastropenfilm "The Day After Tomorrow": Eis für den Kinosommer
20th Century Fox

Katastropenfilm "The Day After Tomorrow": Eis für den Kinosommer

Deutschland war unterdessen heiß auf Emmerichs Eiszeit: Laut "Blickpunkt: Film" lockte "The Day After Tomorrow" am Startwochenende mit tief gefrorener New-York-Kulisse mehr als eine Million Besucher in die Kinos. Der mit 811 Kopien gestartete Katastrophenfilm schaffte damit einen Schnitt von 1250 Besuchern pro Kopie. "Troja" verlor den Kampf um Zuschauerzahlen und baute um mehr als 50 Prozent ab; das Historienspektakel schaffte mit 410.000 Zuschauern allerdings den Sprung über die Drei-Millionen-Hürde.

Platz drei belegt die Edgar-Wallace-Parodie "Der Wixxer" mit etwa 260.000 Besuchern, gefolgt von Vampirjäger "Van Helsing" (100.000 Zuschauer) und der romantischen Komödie "50 erste Dates", dem 25.000 Besucher Platz fünf bescherten. Trotz strahlender Sonne am Pfingstwochenende strömten mehr als zwei Millionen Besucher in die Kinosäle.



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