Box Office Robin Hood pfeilschnell an die Spitze

Ein Schuss ging ins Schwarze, einer deutlich daneben: Ridley Scotts Historienepos "Robin Hood" mit Russell Crowe konnte in Deutschland überzeugen, fiel aber beim amerikanischen Publikum durch. Dort bleibt der "Iron Man 2" die Nummer eins.

Darstellerin Cate Blanchett, Russell "Robin Hood" Crowe: Ein Händchen für Erfolg
Universal Studios

Darstellerin Cate Blanchett, Russell "Robin Hood" Crowe: Ein Händchen für Erfolg


Hamburg/Los Angeles - Der eiserne Held Robert Downey Jr. triumphiert über "Robin Hood", zumindest in den amerikanischen Kinocharts. Trotz Starpower - Russell Crowe als Robin und Cate Blanchett als Marion - konnte das Historienepos des britischen Regisseurs Ridley Scott ("Gladiator", "Königreich der Himmel") nicht überzeugen. Laut Branchenmagazin "Blickpunkt:Film" kamen zum Start in 3500 Kinos 36 Millionen Dollar in die Kassen - angesichts der Erwartungen ein eher enttäuschendes Ergebnis.

Der Blockbuster, der vergangene Woche auch das Filmfestival in Cannes eröffnete, spielte damit deutlich weniger ein als "Iron Man 2" mit Downey Jr. in der titelgebenden Rolle. Die Comic-Fortsetzung setzte am zweiten Wochenende 49 Millionen Dollar um und hat damit bereits mehr als 200 Millionen Dollar auf der Haben-Seite.

Einen Platz unter den Top Five auch für Hollywoods neuen Darsteller-Darling Amanda Seyfried ("Dear John", "Chloe"): In der Shakespeare-inspirierten Romanze "Letters to Juliet" (deutscher Titel: "Briefe an Julia") hilft sie als Amerikanerin im Urlaub in Italien einer Frau (Vanessa Redgrave) bei der Suche nach der Liebe ihres Lebens. Zum Start in 2968 Kinos spielte der Film 13,2 Millionen Dollar ein.

Und es bleibt romantisch: Neuling "Just Wright" mit Queen Latifah setzte 8,2 Millionen in 1831 Kinos um. "Drachenzähmen leicht gemacht " komplettiert die Top Fünf mit 5,2 Millionen Dollar.

Guter Start für JLo-Romanze

In Deutschland hatte der Vorwochenbeste "Iron Man 2" das Nachsehen: Jon Favreaus Actionfilm verkaufte in der zweiten Woche noch 210.000 Karten, "Robin Hood" hingegen konnte sich mit 545.000 Zuschauern über das bislang beste Eröffnungswochenende des Jahres freuen. Dazu kommen weitere 65.000 Zuschauer aus Previews am Mittwoch.

Auf Platz drei lebt Jennifer Lopez ihr Liebeschaos aus: "Plan B für die Liebe", eine romantische Komödie um eine Frau, die just den Mann fürs Leben findet, als sie sich hat künstlich befruchten lassen, lockte zum Auftakt 125.000 Kinogänger.

Popsternchen Miley Cyrus in der Romanze "Mit dir an meiner Seite" wollten 120.000 Deutsche sehen. Dahinter liegt die 3-D-Animation "Drachenzähmen leicht gemacht" gleichauf mit dem weiterhin beachtlich laufenden deutschen Roadmovie "Vincent will Meer" (jeweils 95.000 Zuschauer).

Die Deutschland-Premiere von Wes Andersons Puppenfilm "Der fantastische Mr. Fox" sahen rund 35.000 Zuschauer in etwa hundert Kinos.

can



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postbote101 17.05.2010
1. Langweilig...
Zitat von sysopEin Schuss ging ins Schwarze, einer deutlich daneben: Ridley Scotts Historienepos "Robin Hood" mit Russell Crowe konnte in Deutschland überzeugen, fiel aber beim amerikanischen Publikum durch. Dort bleibt der "Iron Man" die Nummer eins. http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,695064,00.html
Unverständlich! Robin Hood von Ridley Scott = Lahme Story, viel kopiert und nur am Rande im Wald. Zumindest sieht man, dass Namen einen großen Teil am Kinoerfolg ausmachen. Immerhin stehen ja Blanchett, Crowe und Scott ja normalerweise für erfolgreiche Blockbuster. Doch bei "Robin Hood" würde ich eher vom Griff in die Gähn-Kiste sprechen. Die Story. Eigentlich nix neues. Kreuzzug, Heimkehr, England steht am Rand eines Bürgerkriegs und Prince John ist der Böse König, der gleichzeitig noch Wahnsinnig ist, a la "Commodus" aus dem Film "Gladiator". Insgesamt wurden viele Elemente des Films von anderen Blockbustern einfach mal kopiert. Ein echter Film-Cocktail. Man nehme dabei die Invasion von "Saving Private Ryan", ein wenig von "300" noch dazugepackt und das ganze dann mit Elementen aus "HDR" gemixt. Kräftig schütteln und schon hat man seinen Film-Cocktail "Robin Hood". Dieser Film ist maximal an einem verregneten Samstagabend zu empfehlen. Dumpfe Unterhaltung, ohne viel Anspruch. Das ganze dann auch noch auf eine Länge von 2 1/2 Stunden aufgeblasen. Maximal 3 von 5 Punkten für Robin Hood.
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