Box Office Samurai Cruise trotzt dem Schneesturm

Der Actionfilm "The Last Samurai" mit Tom Cruise hat sich am Wochenende an die Spitze der amerikanischen Kinocharts gesetzt. Wegen der heftigen Schneestürme an der US-Ostküste liegt der Startumsatz jedoch deutlich unter den von Topstar Cruise gewohnten Einspielergebnissen.


Darsteller Cruise in "The Last Samurai": Schlachtendrama in Fernost
REUTERS

Darsteller Cruise in "The Last Samurai": Schlachtendrama in Fernost

New York - "The Last Samurai" spielte laut ersten Studioschätzungen vom Sonntag in seinen ersten drei Tagen bescheidene 24,4 Millionen Dollar ein. Es ist das schlechteste Opening eines Cruise-Films seit Stanley Kubricks "Eyes Wide Shut". Das schwerblütige Drama startete 1999 mit 21,7 Millionen Dollar. Der letzte Cruise-Film, Steven Spielbergs Science-Fiction-Thriller "Minority Report", startete im vergangenen Jahr hingegen mit 35,7 Millionen Dollar. Schuld am mageren Einspielergebnis waren die teils heftigen Schneestürme an der amerikanischen Ostküste, die viele potenzielle Kinogänger zu Hause festhielten.

"Angesichts dessen, was wir an der Ostküste erleben mussten, sind wir sehr, sehr erfreut", sagte Dan Fellman, Vertriebspräsident des für "The Last Samurai" zuständigen Hollywood-Studios Warner Bros. gegenüber CNN. Seinen Schätzungen zufolge hätte das asiatische Kampfsport- und Heldenspektakel von Regisseur Edward Zwick wenigstens 29 Millionen Dollar einspielen können, wenn das Wetter nicht so katastrophal gewesen wäre.

In "The Last Samurai" spielt Tom Cruise einen amerikanischen Bürgerkriegsveteran, der im 19. Jahrhundert zum japanischen Samurai ausgebildet wird und sein Herz für die asiatische Kultur entdeckt - eine Art "Der mit dem Wolf tanzt" auf Japanisch. Die in Neuseeland gedrehte, mit zahlreichen Massenszenen und Kampfchoreographien ausgestattete Produktion hat 140 Millionen Dollar gekostet. In Deutschland startet "The Last Samurai" am 8. Januar.

Abgesehen vom Wintereinbruch und den zurückhaltenden Kritiken der US-Medien kam erschwerend hinzu, dass das Wochenende nach dem Thanksgiving-Fest traditionell zu den schlechter besuchten Kinotagen gehört. Die Tiefstmarke setzte im Jahre 2001 der Kriegsfilm "Behind Enemy Lines", der sich mit nur 18,7 Millionen Dollar Startumsatz an die Spitze der Charts setzte.

Der zweite Neustart des Wochenendes, das HipHop-Tanzdrama "Honey" mit Jessica Alba, stieg mit 14 Millionen Dollar Umsatz auf den zweiten Platz der Charts ein. Die Weihnachtskomödie "The Cat In The Hat" mit Mike Myers rutschte nach zwei Wochen auf Rang eins auf den fünften Platz ab und spielte 7,3 Millionen Dollar ein (Gesamt nach drei Wochen: 85,5 Millionen).

Eddie Murphys Gruselkomödie "The Haunted Mansion" rutschte in ihrer zweiten Woche vom zweiten auf den dritten Platz mit einem Umsatz von 9,5 Millionen Dollar. Auf dem vierten Rang hält sich der ehemalige Spitzenreiter "Elf" mit 8,1 Millionen. Die Geschichte um den tollpatschigen Weihnachtself Buddy (Will Ferrell) spielte in fünf Wochen stattliche 139,6 Millionen Dollar ein.

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