Box Office "Shrek" räumt ab, "A.I." verliert

Nur eine Woche nach dem US-Start musste Steven Spielbergs "A.I. - Artificial Intelligence" herbe Verluste an der Kinokasse hinnehmen - zugunsten der Komödien "Cats & Dogs" und "Scary Movie 2". In Deutschland setzte sich der animierte Unhold "Shrek" an die Spitze der Charts.


Auch in Deutschland ein Erfolg: DreamWorks-Unhold "Shrek"
AFP

Auch in Deutschland ein Erfolg: DreamWorks-Unhold "Shrek"

New York/Hamburg - Eine wahrhaft tierische Komödie um den uralten Streit zwischen Katzen und Hunden hat sich am Wochenende in den amerikanischen Kinos knapp gegen die zweite Auflage der Horror-Farce "Scary Movie" durchgesetzt. Steven Spielbergs "A.I." rutschte vom ersten auf den dritten Rang.

Echte und von Computern erzeugte und gesteuerte Vierbeiner sorgten mit "Cats & Dogs" nach vorläufigen Studioangaben für Kartenverkäufe in Höhe von 21,7 Millionen Dollar (rund 50 Millionen Mark/25,6 Millionen Euro) und sprangen damit auf Platz eins. Regisseur Lawrence Guterman inszenierte das Katz'-und-Hund-Spiel um die "Weltherrschaft" an der Seite der Menschen mit viel feinem Humor. Als ein Wissenschaftler ein Mittel gegen Hundeallergien bei Zweibeinern entwickelt, sehen die Katzen rot. Unter Führung des Perser-Katers Mr. Tinkley wollen sie den Vormarsch ihrer Erzrivalen bremsen, die von einem Beagle namens Lou befehligt werden. In Deutschland läuft "Cats & Dogs" am 19. Juli an.

"Scary Movie 2" brachte es auf 21 Millionen Dollar. Wie schon beim ersten Teil der Horror-Parodie schreckten die Filme machenden Brüder Shawn und Marlon Waynes vor keiner Geschmacklosigkeit zurück, wenn es darum ging, amerikanische Grusel- und Actionfilme zu verballhornen. "Charlie's Angels" bekommen bei dem mit derben und zotigen Witzen gespickten Film ebenso ihr Fett weg wie US-Politiker.

Steven Spielbergs aufwendig gemachtes Zukunfts-Märchen mit dem 13-jährigen Star Haley Joel Osment musste schon am zweiten Wochenende nach der Premiere den Spitzenplatz räumen. Der Film um das Verhältnis zwischen Menschen und intelligenten Robotern, die ihren Schöpfern zum Verwechseln ähnlich sind, spielte von Freitag bis Sonntag mit 14,1 Millionen Dollar nur noch etwa die Hälfte der Erlöse des Startwochenendes ein.

Entspricht nicht den finanziellen Erwartungen: DreamWorks-Utopie "A.I," (mit Haley Joel Osment und Jude Law)
Warner Bros. Dreamworks

Entspricht nicht den finanziellen Erwartungen: DreamWorks-Utopie "A.I," (mit Haley Joel Osment und Jude Law)

Das groß angekündigte Werk, das nach einer Idee von Stanley Kubrick und teils auch nach Drehbuchhinweisen aus dem Nachlass des verstorbenen Meisterregisseurs und Spielberg-Freundes entstand, erfüllte damit bisher nicht ganz die finanziellen Erwartungen. Insgesamt spielte "A.I" in den ersten zehn Tagen rund 60 Millionen Dollar ein. Allein die Produktionskosten sollen bei 100 Millionen gelegen haben. In Deutschland läuft der philosophische Science-Fiction-Streifen am 13. September an.

Die dritte Premiere des Wochenendes, der asiatische Kampfsport-Streifen "Kiss Of The Dragon" mit Action-Star Jet Li schaffte es auf Platz 4 (13,6 Millionen Dollar). Dem schon einige Wochen laufende Action-Thriller "The Fast And The Furious" reichten 12,4 Millionen Dollar für Platz 5. Der Film über illegale Straßenrennen kam damit bislang auf 101,5 Millionen Dollar und schaffte als siebter des Jahres den Sprung über die 100-Millionen-Grenze.

Währenddessen eroberte das liebenswerte Ungetüm "Shrek" auf Anhieb die Herzen der deutschen Kinogänger. Vom Start weg setzte sich der amerikanische Animationsfilm an die Spitze der deutschen Kinostarts. "Shrek - der tollkühne Held" verwies damit den Vorwochenersten "Tomb Raider" auf den zweiten Platz. Das Kriegsmelodram "Pearl Harbor" rückte in der Gunst der Kinogänger vom zweiten auf den dritten Platz. An vierter Stelle konnte sich der neu gestartete Streifen "Tomcats" des Regisseurs Gregory Poirier platzieren. Darin geht es um einen Junggesellenclub, eine folgenschwere Wette und viele Späße. Seinen fünften Platz aus der Vorwoche behauptete "Crocodile Dundee in L.A." mit Paul Hogan.

(Die deutschen Angaben beruhen auf den Besucherzahlen vom vergangenen Wochenende in den Kinos der Cinemaxx-Gruppe mit bundesweit rund 350 Leinwänden und etwa 90.000 Sitzplätzen.)



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