Box Office Siegestanz der Killer-Jolie

Angelina Jolie ballert sich an die Spitze: "Wanted" schießt trotz einer Altersfreigabe ab 18 Jahren an die Spitze der deutschen Kinocharts. In den USA verdrängt Nicolas Cage die sympathische Schauspielertruppe um Ben Stiller.

Hamburg/Los Angeles - Kaltherzig ist er, der neue Film mit Angelina Jolie, das Ballerspektakel "Wanted". Und auch ideologisch fragwürdig, für manche gar faschistoid. Dem Erfolg am Box Office hat das jedoch kaum geschadet. Ohne Preview-Ergebnisse brachte es der Actionfilm, in dem Angelina Jolie einen Jammerlappen zum Killer ausbildet, auf knapp 300.000 Zuschauer (437 Kopien) in Deutschland. Das ist zwar für einen angedachten Blockbuster nicht spektakulär, bedeutet aber dennoch Platz eins - trotz einer Altersfreigabe ab 18 Jahren.

" The Dark Knight" rutschte damit ab und musste sich am dritten Wochenende mit Platz zwei zufriedengeben. 280.000 Besucher wollten laut "Blickpunkt Film" die düstere Batman-Verfilmung von Regisseur Christopher Nolan sehen. Damit kommt der Film mit Christian Bale als Batman und Heath Ledger als Joker nun auf über zwei Millionen Zuschauer.

Auf Platz drei landete "Leg dich nicht mit Zohan an". Die Adam-Sandler-Komödie kam auf etwa 145.000 verkaufte Tickets. Zur fragwürdigsten Überraschung dieses Kinojahres avanciert derweil "Mamma Mia!", die Verfilmung des gleichnamigen Abba-Musicals. 140.000 Kinogänger wollten auch dieses Wochenende den Film mit Meryl Streep und Pierce Brosnan sehen. Damit ist "Mamma Mia!" nicht mehr weit davon entfernt, "Hancock" als erfolgreichsten Film des laufenden Jahres abzulösen.

Der neu gestartete Animationsfilm "Winx Club - Das Geheimnis des Verlorenen Königreichs" kam mit 80.000 Zuschauern in 332 Kinos auf Platz fünf, gefolgt von "Mensch, Dave! " mit Eddie Murphy, der sich am zweiten Wochenende mit 60.000 Besuchern gut halten konnte.

Direkt dahinter lief "Wolke 9" stark mit 50.000 Besuchern in 76 Kinos an und bestätigte damit die guten Kritiken für Andreas Dresens Cannes-Erfolg.

Das erste Wochenende des amerikanischen Kinoherbstes gehörte Nicolas Cage. Allerdings war es auch das erste Wochenende in diesem Jahr, in dem kein Film achtstellige Summen generieren konnte. "Bangkok Dangerous", der Actionfilm über einen in Selbstzweifel fallenden Profikiller (Nicolas Cage), startete in 2650 Kinos und setzte 7,8 Millionen Dollar um. Das bedeutete zwar Platz eins, ist aber nach "Weather Man", "Wicker Man" und "Next" der vierte Cage-Film in Folge, der im Herbst mit weniger als zehn Millionen Dollar Einspiel angelaufen ist.

Auf Platz zwei folgt Vorwochen-Spitzenreiter "Tropic Thunder". Ben Stillers böse Hollywood-Satire über eine Schauspieltruppe, die einen Vietnam-Kriegsfilm drehen soll, konnte noch einmal 7,5 Millionen Dollar einspielen und kommt nun insgesamt auf ein Ergebnis von 96,8 Millionen Dollar.

Die Blondchen-Komödie "House Bunny" über das lustige Leben der Playboy-Mädchen konnte auf Platz drei 5,9 Millionen Dollar umsetzen und erhöhte damit ihr Einspiel auf 37 Millionen Dollar. "The Dark Knight" landete mit 5,7 Millionen Dollar auf Platz vier und steht nun bei bemerkenswerten 512,2 Millionen Dollar. "Traitor" beschließt die Top-Fünf mit 4,7 Millionen Dollar und insgesamt 17,7 Millionen Dollar.

chc

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