Box Office "Spider-Man 2" mit Schwung an die Spitze

"Spider-Man 2", Sam Raimis brillanter Actionfilm um einen vom Alltag arg gebeutelten Superhelden, ist in Amerika und Deutschland die Nummer eins der Kinocharts. Ansonsten konkurrieren verrückte TV-Moderatoren, grüne Monster und edle Ritter um die Gunst der Zuschauer.


Spider-Man: Pech auf der Leinwand, Glück für Zuschauer und Macher
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Spider-Man: Pech auf der Leinwand, Glück für Zuschauer und Macher

Zwölf Tage schwingt er sich in Amerika erst über die Leinwand und hat schon sensationelle 257,3 Millionen Dollar eingespielt: "Spider-Man 2", Sam Raimis actionreiches und zugleich wunderbar selbstironisches Superhelden-Drama, steht weiterhin an der Spitze der US-Charts. Dem Blockbuster gingen am vergangenen Wochenende 46 Millionen Dollar ins Netz.

Auf Platz zwei der erste Neuzugang: "Anchorman", die mit "Saturday Night Live"-Star Will Ferrell besetzte Satire über den ruhmsüchtigen Nachrichtensprecher Ron Burgundy, spielte 28 Millionen Dollar ein. Auf Platz drei erkämpfte sich "King Arthur", ebenfalls neu im Programm, schwache 15,2 Millionen Dollar. Das von Jerry Bruckheimer produzierte Ritter-Epos präsentiert - ähnlich wie die stilprägenden Action-Epen "Gladiator" und "Troja" - edle und von der eigenen Heldenrolle gestresste Männer, mutige, wehrhafte Frauen und spektakuläre Schlachten.

Michael Moores "Fahrenheit 9/11" rutschte an seinem dritten Wochenende mit 11 Millionen eingespielten Dollar auf Platz 4 ab. Ingesamt brachte die Anti-Bush-Doku bisher 80,1 Millionen Dollar in die amerikanischen Kinokassen. Auf Platz fünf ziehen das romantische Drama "The Notebook" und die Komödie "White Chicks" mit 6,5 Millionen Dollar gleich. Einziger weiterer Neuzugang in den Top Ten: die Teenie-Komödie "Sleepover", die lediglich verschlafene 4,2 Millionen Dollar erwirtschaften konnte.

In Deutschland lieferten sich der blaurote Spinnenmann und das grüne Märchenmonster Shrek ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Dabei lag der mit mehr als 1000 Kopien neu gestartete "Spider-Man 2" knapp vor "Shrek 2": 1,1 Millionen Besucher ließen sich von Spidey unterhalten. "Shrek 2" konnte knapp eine Million Zuschauer für sich verbuchen und steht damit kurz vor dem Sprung über die Drei-Millionen-Besucher-Hürde.

Nicht mehr ganz so märchenhaft nimmt sich das Einspielergebnis für "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" aus: Rund 200.000 Besucher wollten sich von Magie-Zögling Potter verzaubern lassen. Auf Platz vier rangiert, passend zum katastrophalen Wetter, der Eiszeit-Blockbuster "The Day After Tomorrow" mit ungefähr 95.000 Besuchern. Um den fünften Platz konkurrieren die neu gestartete Low-Budget-Produktion "Muxmäuschenstill" und "Mädchen Mädchen 2". Sowohl "Muxmäuschenstill", eine bitterböse Satire um einen Amok laufenden Weltverbesserer, als auch die Teenager-Komödie wurden von etwa 50.000 Zuschauern gesehen.

Ebenfalls neu auf Deutschlands Leinwänden: der mit Robert De Niro sträflich überbesetzte Genmanipulations-Thriller "Godsend", mit 150 Kopien und 30.000 Zuschauern auf Platz neun, und die Gospel-Romanze "The Fighting Temptations" mit Soulsuperstar Beyoncé (118 Startkopien, 15.000 Besucher) auf Platz 13. Fazit: Ein mieses Klima sorgt bei Kinobetreibern für schön Wetter - etwa 2,7 Millionen Zuschauer hatten dieses Wochenende Lust auf Kino.

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