Box Office These Dukes are made for walking

Mit ihrem orangefarbenen Dodge Charger brausten die "Dukes of Hazzard" im Remake der gleichnamigen TV-Serie an die Spitze der US-Kinocharts. In Deutschland trotzen die tierischen Helden aus "Madagascar" wacker der Action-Konkurrenz.


Szene aus "The Dukes of Hazzard": Clevere Marketing-Kampagne
Warner Bros.

Szene aus "The Dukes of Hazzard": Clevere Marketing-Kampagne

Los Angeles/Hamburg - Miese Kritiken begleiteten das Remake der Siebziger-Jahre-Serie "The Dukes of Hazzard" in die Kinosäle, aber eine clevere Marketing-Kampagne machte alles wieder wett: Die Actionkomödie um zwei Landeier namens Bo und Luke, die mit ihrem orangefarbenen "Muscle Car" Dodge Charger durch die Landschaft düsen und sich pointenreiche Scharmützel mit dem fiesen Kommunalpolitiker Boss Hogg liefern, setzte an den ersten drei Tagen 30,6 Millionen Dollar um. Die Stars des Remakes, Johnny "Jackass" Knoxville, Seann William Scott ("American Pie") und Popsternchen Jessica Simpson posierten zwei Ausgaben hintereinander auf dem Cover der amerikanischen Ausgabe des Männermagazins "GQ" und tauchten flächendeckend in den Talkshows auf. Die Blondine Simpson sorgte außerdem mit einem aufreizenden Videoclip zu ihrer Version des Nancy-Sinatra-Hits "These Boots Are Made For Walking" für Publicity.

Die Komödie "Die Hochzeits-Crasher" musste sich wieder mit dem zweiten Platz der Charts zufrieden geben. Der derbe Aufreißer-Spaß mit Owen Wilson und Vince Vaughn setzte noch einmal 16,5 Millionen Dollar um. Rang drei gab es für Tim Burtons "Charlie and the Chocolate Factory" (10,6 Millionen Dollar). Wenig Neues auch auf den Plätzen vier und fünf: Die Familienkomödie "Sky High" setzte in ihrer zweiten Woche 9 Millionen Dollar um, Die romantische Komödie "Must Love Dogs" spielte 7,4 Millionen Dollar ein. Von den Action-Blockbustern des Sommers fehlt schon fast jede Spur.

Auch in Deutschland bleibt beispielsweise Michael Bays Kloning-Spektakel "Die Insel" hinter den Erwartungen zurück und landete nur auf Platz drei der Kinocharts. Auf den ersten Rang scheint der Animationsfilm "Madagascar" ein Abonnement zu halten. Rund 500.000 Besucher strömten am Wochenende in die tierische Komödie und machten den Dreamworks-Film zum vierten Mal in Folge zum Spitzenreiter. Mehr als fünf Millionen deutsche Zuschauer lockte "Madagascar" bisher.

Gemessen an der schwachen Performance der anderen Actionfilme hält sich "Mr. & Mrs. Smith" noch ganz gut: Die temporeiche Komödie mit Brad Pitt und Angelina Jolie lockte erneut knapp 390.000 Zuschauer (insgesamt 2,2 Millionen).

"Die Insel" (644 Startkopien) musste sich auf Platz drei mit etwa 280.000 Zuschauern begnügen, gefolgt von "Siegfried" mit rund 240.000 Besuchern. Nur auf Platz fünf schaffte es "Herbie Fully Loaded" (561 Startkopien), der mit ungefähr 185.000 Zuschauern keinen guten Eindruck hinterließ. Auf Platz sieben kam mit "L.A. Crash" (84 Startkopien) ein dritter Neuling: Paul Haggis' Regiedebüt wurde von knapp 40.000 Besuchern gesehen.

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