Box Office Von Ratten und Vätern

Rattenscharfes Kinowochenende: Deutsche Kinogänger mögen es kulinarisch und bescherten dem Pixar-Koch-Film "Ratatouille" einen brillanten Start. In den USA verdrängte "Daddy ohne Plan" den haushohen Favoriten "The Heartbreak Kid" mit Ben Stiller von Platz eins.


Hamburg/Los Angeles - Wer sagt, die Deutschen hätten keinen Sinn für gute Küche? Zumindest im Kino kann es ihnen gar nicht kulinarisch genug zugehen - das beweist der Erfolg des neuen Pixar-Animationsfilms "Ratatouille". Seit seinem Start am Mittwoch wurden laut "Blickpunkt Film" mehr als eine Million Tickets gelöst. Von Donnerstag bis Sonntag kamen etwa 910.000 Besucher, sowie etwa 100.000 Zuschauer aus Previews. Dazu addieren sich etwa 350.000 Besucher am Mittwoch, womit der Film über eine Ratte mit Feinschmecker-Ambitionen insgesamt bei 1,3 bis 1,4 Millionen Besuchern stehen dürfte.

Box Office-Sieger "Ratatouille": Was für Kino-Gourmets
WALT DISNEY PICTURES/PIXAR ANIMATION STUDIOS

Box Office-Sieger "Ratatouille": Was für Kino-Gourmets

Auf Anhieb sicherte sich der erste Superhit der Saison damit einen Bogey in beiden Kategorien. Noch steht nichts fest, aber sollte es so gut weitergehen, dann könnte "Ratatouille" den fünftbesten Kinostart in diesem Jahr für sich verbuchen, der zweitbeste für einen Pixar-Film nach "Findet Nemo" und der fünftbeste Start eines CGI-Animationsfilms überhaupt.

Auf Platz zwei hielt sich "Chuck und Larry - Wie Feuer und Flamme"mit knapp 230.000 Kinogängern, gefolgt von einem Neuling, "Superbad", der allerdings seine Sensationszahlen aus den USA nicht wiederholen konnte: Die Komödie im Stil von "American Pie" lief mit circa 80.000 Besuchern an, wobei die Zahlen für die ersten beiden Tage nicht vorliegen. Auf Platz vier landete der am Mittwoch in 259 Kinos gestartete "Stellungswechsel". Die Komödie kam auf etwa 75.000 Besucher. Die Top Fünf beschließt mit circa 70.000 Zuschauern der Rache-Thriller "Die Fremde in dir".

In den USA gab es einen Überraschungs-Verlierer an der Spitze des Box Office: Dem haushohen Favoriten "The Heartbreak Kid" ("Nach 7 Tagen - Ausgeflittert") gelang es nicht, Vorwochenspitzenreiter "Daddy ohne Plan" von Platz eins zu verdrängen. Die Familienkomödie baute im Vergleich zum Startwochenende nur 29 Prozent ab und steigerte sein Gesamtergebnis nach 16,3 Millionen Dollar auf 42,8 Millionen Dollar. Damit hätte der Film die Chance, sich ab dem kommenden Wochenende zum erfolgreichsten Titel dieses Kinoherbstes vorzuarbeiten.

"The Heartbreak Kid", die erste Zusammenarbeit der Farrelly-Brüder mit Ben Stiller nach dem Megaerfolg "Verrückt nach Mary", blieb hinter den Erwartungen zurück und kam laut "Blickpunkt Film" nur auf 14 Millionen Dollar. Das war der schwächste Start eines Ben-Stiller-Films seit "Neid" im Jahr 2004.

Auf dem dritten Platz landete "Operation: Kingdom" mit 9,3 Millionen Dollar und einem Gesamtergebnis von 31,4 Millionen Dollar, gefolgt von dem Horror-Thriller "Resident Evil: Extinction", der am dritten Wochenende nur noch 4,3 Millionen Dollar umsetzen konnte. Als große Enttäuschung erwies sich die Fantasie-Verfilmung "Wintersonnenwende - Die Jagd nach den sechs Zeichen des Lichts", der in 3141 Kinos startete, aber lediglich 3,4 Millionen Dollar einspielte.

hoc



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