Box Office Weihnachtself schlägt Russell Crowe

Der Abenteuerfilm "Master And Commander" mit Russell Crowe zog am Wochenende den Kürzeren in den amerikanischen Kinocharts. "Buddy - Der Weihnachtself", eine schon in der Vorwoche gestartete Familienkomödie, eroberte den Spitzenplatz. In Deutschland verlor "Matrix Revolutions" viele Zuschauer, behauptete aber den ersten Platz.


Spitzenreiter für die ganze Familie: "Buddy - Der Weihnachtself" (Will Ferrell, l.)
Warner Bros.

Spitzenreiter für die ganze Familie: "Buddy - Der Weihnachtself" (Will Ferrell, l.)

New York/Berlin - Der Familienspaß "Buddy - Der Weihnachtself" (Originaltitel: "Elf") hat in Nordamerika nicht nur den letzten Teil der "Matrix"-Trilogie ausgestochen, sondern auch den neu gestarteten Abenteuerfilm "Master And Commander: The Far Side Of The World" mit Oscar-Preisträger Russell Crowe. Das packende Seeschlachten-Epos von Regisseur Peter Weir ("The Truman Show") blieb mit einem Premierenergebnis von 25,7 Millionen Dollar (22,8 Millionen Euro) knapp hinter dem Märchen über eine zu groß geratene Elfe (Will Ferrell) zurück, das bereits in der Woche zuvor auf dem zweiten Platz hinter "Matrix Revolutions" gestartet war.

"Elf" spielte nach vorläufigen Studioangaben vom Montag an seinem zweiten Wochenende 27,2 Millionen Dollar in die Kassen und kommt damit auf Gesamteinnahmen von 71,3 Millionen Dollar. Das ebenfalls in der Vorwoche gestartete Science-Fiction-Spektakel "Matrix Revolutions" büßte in Nordamerika 66 Prozent seiner Zuschauer vom ohnehin schwächer als erwarteten Premierenwochenende ein und landete mit 16,3 Millionen Dollar (insgesamt 114,2 Millionen) auf Rang drei. Weltweit liegt das Finale der Saga um den Überlebenskampf zwischen Menschen und Maschinen laut Warner Bros. Pictures jetzt bei Einnahmen von 195 Millionen Dollar.

See-Abenteuer "Master And Commander" (mit Russell Crowe): Magerer Start
REUTERS

See-Abenteuer "Master And Commander" (mit Russell Crowe): Magerer Start

Die neu gestartete Animations-Komödie "Looney Tunes", in dem sich Brendan Fraser und Jenna Elfman ein Stelldichein mit Bugs Bunny und Daffy Duck geben, blieb mit einem Premierenumsatz von 9,5 Millionen Dollar hinter Disneys Zeichentrickabenteuer "Bärenbrüder" ("Brother Bear") zurück, das in seiner dritten Woche noch einmal 12 Millionen Dollar umsetzte (Gesamt: 63 Millionen Dollar) und den vierten Platz belegt. "Tupac: Resurrected", eine Dokumentation über den ermordeten Rapper Tupac Shakur, kam trotz seines begrenzten Starts auf Platz neun der US-Charts. Die romantische Komödie "Love Actually", die in der Vorwoche ebenfalls auf einer begrenzten Anzahl Leinwände gestartet war, konnte sich auf Rang sechs behaupten.

Insgesamt brachen die Umsätze an diesem Wochenende empfindlich ein - mit einem Minus von 14 Prozent im Vergleich zur vergangenen Woche und sogar 23 Prozent verglichen mit dem Vorjahreswochenende und seiner Premiere des zweiten "Harry Potter"-Films.

In Deutschland konnte sich "Matrix Revolutions" derweil an der Spitze der Kinocharts behaupten. Der dritte Teil der "Matrix"-Trilogie fiel bei den Zuschauerzahlen aber in der zweiten Woche nach seinem Start deutlich zurück. "Matrix Revolutions" habe vom vergangenen Donnerstag bis Sonntag rund 344.000 Menschen in die Kinos gelockt, teilten die Marktforscher von media control in Baden-Baden am Montag in einer vorläufigen Auswertung mit. In der ersten Woche waren es noch mehr als eine Million Zuschauer gewesen.

Hinter dem Action-Spektakel mit Keanu Reeves belegt "Luther", der vor zwei Wochen gestartete Film über das Leben des Reformators Martin Luther, mit 266.000 Besuchern Platz zwei vor Sönke Wortmanns "Das Wunder von Bern" (229.000 Zuschauer). Gegenüber der Vorwoche tauschten damit beide Filme die Plätze. Neu auf Platz vier kam der Gaunerfilm "The Italian Job" (144.000 Zuschauer). Von Platz vier auf fünf rutschte die Coen-Komödie "Ein (un)möglicher Härtefall" mit 114.000 Besuchern.

Die deutschen Kinocharts vom 13. bis 16. November:


1 (1) "Matrix Revolutions", 344.134 Zuschauer, 2. Woche
2 (3) "Luther", 266.256 Zuschauer, 3. Woche
3 (2) "Das Wunder von Bern", 228.753 Zuschauer, 5. Woche
4 (neu) "The Italian Job", 144.447 Zuschauer
5 (4) "Ein (un)möglicher Härtefall", 114.233 Zuschauer, 4. Woche

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