Box Office Wilde Hühner, tolle Hunde

Nur eine Woche lang herrschte der Rosarote Panther an der US-Kinokasse. Am Wochenende übernahm ein Disney-Film über herrenlose Schlittenhunde den Spitzenplatz der Charts. In Deutschland feiern "Die wilden Hühner" Erfolge.


Los Angeles/Hamburg - "Eight Below", die rührende und packende Story eines Rudels Schlittenhunde, die sich herrenlos durch eine eisige Wildnis kämpfen müssen, ist perfekte Disney-Familienunterhaltung. Das von Frank Marshall ("Congo") inszenierte Tierdrama setzte sich am Wochenende nach seinem Start mit 25 Millionen Dollar Umsatz an die Spitze der nordamerikanischen Kinocharts.

Szene aus "Eight Below": Schlittenhunde in eisiger Wüste

Szene aus "Eight Below": Schlittenhunde in eisiger Wüste

Zum Leidwesen der Fortsetzung der legendären "Pink Panther"-Filmreihe, die mit 21 Millionen Dollar in der zweiten Woche gleich auf Rang drei abrutschte. Platz zwei übernahm das ebenfalls neu gestartete "Date Movie", eine Teenager-Komödie mit dem "American Pie"-Star Alyson Hannigan (23,2 Millionen Dollar Umsatz). Platz vier und fünf gingen an den Animationsfilm "Curious George" (15,3 Millionen Dollar, zweite Woche) und den Horrorfilm "Final Destination 3" (12,5 Millionen Dollar, zweite Woche).

Der neu gestartete Thriller "Freedomland" mit Julianne Moore und Samuel L. Jackson schaffte es mit 7 Millionen Dollar Umsatz nur auf Rang sieben. Mit limitierter Kopienzahl startete am Wochenende auch der russische Fantasy-Thriller "Night Watch", der in drei Kinos beachtliche 110.171 Dollar einspielte. Der Film lief in Deutschland bereits im vergangenen Jahr erfolgreich in den Kinos.

Das heimische Kino-Publikum hob am vergangenen Wochenende die bereits vor zwei Wochen gestartete Cornelia-Funke-Verfilmung "Die wilden Hühner" auf den Spitzenplatz der Charts. 200.000 Zuschauer und eine schwache Konkurrenz durch Neustarts reichten laut "Blickpunkt: Film" für die Top-Position.  

Auf Platz zwei rutschte der Vorwochenspitzenreiter "Saw 2" mit 60.000 Besuchern in der zweiten Woche, gefolgt vom Disney-Animationsfilm "Himmel und Huhn " mit knapp 150.000 Zuschauern und "Walk the Line ", der am dritten Wochenende noch rund 140.000 Zuschauer anlockte. Erst auf Platz fünf findet sich mit "Lord of War" der erste Neustart: Mit 198 Kopien gestartet, kam der dem Waffenhändler-Thriller mit Nicolas Cage auf etwa 120.000 Besucher. Ein ähnliches Ergebnis hatte auch der mit 523 Kopien deutlich breiter angelaufene Cartoon-Film "Felix 2", der an seinem ersten Wochenende rund 115.000 Zuschauer fand.

Auf Platz neun rangiert der umstrittene Actionfilm "Tal der Wölfe", der mit 71 Kopien auf etwas mehr als 70.000 Kinogänger kam und damit erneut mehr als 1000 Besucher pro Kopie anlockte. Abgeschlagen auf Platz 13 landete die Comicverfilmung "Aeon Flux" mit Charlize Theron, die es bei 121 Startkopien lediglich auf knapp 50.000 Zuschauer brachte. Dahinter folgt Dominik Grafs "Der rote Kakadu ", der mit 118 Kopien gestartet wurde und rund 45.000 Zuschauer hatte.

bor/AP

insgesamt 76 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
lejuge, 15.12.2005
1. Es ist schlimm ...
---Zitat von sysop--- Einer der teuersten Filme aller Zeiten lief an: Regisseur Peter Jacksons Mega-Unternehmen "King Kong" soll Maßstäbe setzen. Wie hat Ihnen die aktuelle Version des Monster-Stoffes gefallen? ---Zitatende--- ... dass die europäische Filme im Weihnachtszeiten von den Kinosälen vertrieben werden.
Mirrior 15.12.2005
2. Überraschend gut...
Mit gemässigten Erwartungen schaute ich den Film und muss zugeben, dass ich doch recht positiv überrascht war. Zwar darf man von dem Remake keine spektakulären Neuerungen erwarten, doch die Spezialeffekte waren beeindruckend. Auch wenn die Logik zuweilen böse auf der Strecke bleibt, so handelt es sich bei dem Film ja auch um "Popcornkino" und nicht um eine Naturdokumentation. Da darf dann auch die Hauptdarstellerin (im dünnen Abendkleid) durch das verschneite New York der dreissiger Jahre laufen, ohne dass ihr auch nur etwas kühl an den Schultern wird :-) Dennoch ist der Film unterhaltsam und sehenswert (nach meiner subjektiven Meinung)
georgeskoch, 15.12.2005
3. Überflüssiges Remake
Ein weiterer Beweis, dass der Filmindustrie die Ideen ausgehen. Ich verstehe auch nicht wieso sich die Medien, der Spiegel eingeschlossen,an diesem Film so hochziehen. Diese neue Version kann meiner Meinung nach niemals Kultstatus erreichen, den der alte Film bereits erlangt hat. Wir kennen inzwischen diese Computeranimationen in- und auswendig. Sie tragen einen Grossteil zur Langweile bei, die Hollywood verbreitet. Ich bin für jeden gut gemachten Film dankbar, der auf diesen Technik-Quatsch verzichtet.
HussVomBosporus, 15.12.2005
4.
---Zitat von georgeskoch--- Ich bin für jeden gut gemachten Film dankbar, der auf diesen Technik-Quatsch verzichtet. ---Zitatende--- Dem kann ich nur zustimmen. Computergraphik-Effekte sind nicht alles. Als ich im Kino "Stealth" gesehen habe, bin ich einige Male eingeschlafen und habe davon geträumt wie es denn wäre wenn ich auf meine Freundin gehört hätte und wir "Melinda & Melinda" geguckt hätten. Super-Effekte. Geile Explosion... aber ja und? Wen juckt das wenn die Geschichte nicht stimmt. Jedoch stört es mich nicht wenn die Effekte als Mittel zum Zweck benutzt werden, wie es zum Beispiel bei "Kung Fu Hustle" der Fall war. Da haben die Effekte Sinn ergeben. Gestern habe ich "King Kong" im Cinedom in Köln gesehen. Also echt klasse Film und er kann auch mit dem Original mithalten. Damals waren die Effekte ja auch revolutionär und ich denke, dass man über die Animation des Riesengorillas das gleiche sagen kann. Was mich jedoch stört ist was Kollege lejuge schon vorher schrieb. Filme aus anderen ländern werden vertrieben. Ich konnte meinen Augen nicht glauben, als ich sah, dass "King Kong" im Cinedom in etwa 8 von den 15 Kinosäälen lief. Da wundert es mich nicht, dass sich weder in Köln noch in Bonn ein einziges Kino finden lässt, in welchem der französische Film "Le Grand Voyage" ("Die große Reise") läuft, welcher offiziell am 24.11.2005 angelaufen sein sollte. Was bleibt da einem anderes übrig als sich den Film woandersher zu besorgen. Der Film war dann aber auch so, dass ich mir die DVD kaufen werde, was ich aber bei "King Kong" nicht behaupten kann. Auch ist mir das asiatische Kino zu wenig vertreten. Brilliante Filme wie "Ke Ke Xi Li" läuft in Köln in bloß einem Kino mit einer einzigen Vorstellung pro Tag. Gerne hätte ich mir gewünscht, dass so großartige Filme wie die "Infernal Affairs"-Trilogie im Kino gelaufen wäre. "Kung Fu Hustle" war ja ganz nett, aber muss man sich Asiakino immer nur auf Kung Fu und Jackie-Chan-Filme zurückgreifen. Ich halte Jackie Chan für einen großen Meister des Unterhaltungskino, aber es gibt so großartige Dramen aus Asien, die hier leider extrem vernachlässigt werden und wenn überhaupt mal auf DVD erscheinen.
mitglied, 15.12.2005
5. Hallo Hollywood, es gibt auch noch mehr Geschichten
Ich bin ja dafuer, dass massiv High Tech verwendet wird. Vermutlich werde ich den Film auch schauen, nur deswegen. Aber eine Story wird nicht besser, wenn man sie zweimal erzaehlt. Diese ist sooo was von kitschig, dass sie fast schon wieder gut ist. An Peter Jacksons stelle hätte ich aber doch lieber an einem eigenen Kult gearbeitet anstatt alte Kloesse aufzuwaermen. Deckel zu, Affe tot.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.