Filmfestspiele von Cannes Alejandro González Iñárritu wird Jurypräsident

Als erster Mexikaner wird Alejandro González Iñárritu in diesem Jahr die Jury der Filmfestspiele von Cannes leiten. Den Regisseur und das Festival verbindet eine lange Geschichte.

Alejandro González Iñárritu
AFP

Alejandro González Iñárritu


Es ist die Woche der mexikanischen Filmemacher. Gerade erst hat Alfonso Cuarón mit "Roma" bei der Oscarverleihung abgeräumt, da wird einem weiteren mexikanischen Oscarpreisträger große Ehre zuteil: Regisseur Alejandro González Iñárritu ist zum Jury-Präsidenten der 72. Internationalen Filmfestspiele von Cannes ernannt worden. Iñárritu ist der erste Künstler aus Mexiko, der diese Jury leiten wird.

"Cannes ist ein Festival, das seit Beginn meiner Karriere für mich wichtig gewesen ist", zitiert das Festival den Regisseur. Er sei "außer sich vor Freude", in diesem Jahr als Präsident der Jury nach Cannes zurückzukehren. Iñárritu wurde bei den Oscars 2015 und 2016 für seine Filme "Birdman" (lesen Sie hier die ausführliche Kritik auf SPIEGEL ONLINE) und "The Revenant" als bester Regisseur ausgezeichnet.

Weltpremieren und Auszeichnungen

Den 55-Jährigen und das Filmfestival an der Côte d'Azur verbindet eine lange Geschichte. Sein Debütfilm "Amores Perros" wurde im Jahr 2000 bei der Kritikerwoche in Cannes uraufgeführt. Ebenfalls Premiere in Cannes feierte sein Drama "Babel" im Jahr 2006. Damals gewann Iñárritu den Regiepreis. Im Jahr 2010 folgte "Biutiful" mit Javier Bardem. Zuletzt wurde 2017 sein Virtual-Reality-Film "Carne y Arena" gezeigt.

Die Festspiele in Cannes sind das weltweit wichtigste Filmfestival. Die Jury wird jedes Jahr neu zusammengestellt. 2018 wurde sie von Oscargewinnerin Cate Blanchett geleitet, ein Jahr zuvor der Spanier Pedro Almodóvar. Das Festival findet in diesem Jahr vom 14. bis zum 25. Mai statt.

brs/dpa

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