Cannes-Telegramm Woody Allen flüchtete vor seinem Film

Woody Allen gab sich bei der Eröffnung der 55. Filmfestspiele in Cannes gewohnt neurotisch. Der Premieren-Vorführung seines neuen Films wollte der New Yorker Regisseur nicht beiwohnen.


Regisseur Allen in Cannes: "Die Franzosen denken, ich sei ein Intellektueller"
DPA

Regisseur Allen in Cannes: "Die Franzosen denken, ich sei ein Intellektueller"

Cannes - US-Regisseur Woody Allen ist bei der Eröffnung der 55. Filmfestspiele von Cannes vor seinem eigenen Film geflüchtet. Bevor "Hollywood Ending" am Mittwochabend gezeigt wurde, entschuldigte er sich bei dem Galapublikum und verschwand. "Ich mag es nicht, meine eigenen Filme zu sehen", sagte Allen bevor er den Kinosaal verließ. Zuvor war er unter dem Blitzlichtgewitter unzähliger Fotografen zum ersten Mal über den roten Teppich in Cannes geschritten.

"Die Franzosen denken, ich sei ein Intellektueller, weil ich diese Brille trage. Sie denken, ich sei ein Künstler, weil meine Filme jedes Mal Verluste machen", sagte der 66-Jährige den Ehrengästen, die ihn mit stehendem Applaus empfangen hatten.

Im Publikum saßen unter anderem der US-Kultregisseur und diesjährige Jury-Vorsitzender David Lynch sowie Hollywood-Schauspielerin Sharon Stone. Der Star aus "Basic Instinct" gehört ebenso zur Jury wie das ehemalige "Bond-Girl" Michelle Yeoh. Woody Allens Film wurde außer Konkurrenz gezeigt.



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