"In San Sebastián" Christoph Waltz spielt im neuen Woody-Allen-Film mit

Nach erneuten Missbrauchsvorwürfen gegen Woody Allen hatten sich reihenweise Schauspielerinnen und Schauspieler von ihm distanziert. Nun hat er für seinen neuen Film einen Oscar-Gewinner gefunden: Christoph Waltz.

Christoph Waltz: Eigentlich auf Bösewichte abonniert, nun in Woody Allens romantischer Komödie
Christophe Simon/ AFP

Christoph Waltz: Eigentlich auf Bösewichte abonniert, nun in Woody Allens romantischer Komödie


Paris, London, Barcelona, Rom: Woody Allen hat schon so manche europäische Metropole zum Schauplatz seiner Filme gemacht. Nun verschlägt es den umstrittenen Regisseur und Drehbuchautor nach Spanien - und zwar nach San Sebastián am Atlantik. Sein Hauptdarsteller: Christoph Waltz.

Neben dem zweimaligen Oscar-Gewinner ("Inglourious Basterds", 2010 und "Django Unchained", 2013; lesen Sie hier die Kritik), der vor allem für seine Rollen als maliziöser Bösewicht bekannt ist, sollen auch Gina Gershon, Elena Anaya und Louis Garrel in der romantischen Komödie mitspielen. Darin geht es um ein amerikanisches Paar (Waltz und Gershon), das zum Filmfest in den Badeort am Golf von Biskaya reist. Dort verliebt sich der Mann laut "Guardian" erst in eine "schöne Spanierin", dann in eine "brillante französische Regisseurin".

Gina Gershon: Sie soll die Frau an der Seite von Christoph Waltz spielen
Angela Weiss/ AFP

Gina Gershon: Sie soll die Frau an der Seite von Christoph Waltz spielen

"Dieser neueste Film hat alle Zutaten, die wir von einem Regisseur von Woody Allens Talent gewohnt sind: ein intelligentes Drehbuch und eine erstklassige internationale Besetzung", zitiert der "Guardian" weiter den zuständigen Filmproduzenten.

In den USA war es in den vergangenen Monaten einsam um Allen geworden: Sein jüngster Film "A Rainy Day in New York" ist bereits seit 2018 abgedreht, findet aber keinen Verleih, seit Amazon die Zusammenarbeit aufgekündigt hatte, in Europa soll er nun noch in diesem Jahr in die Kinos kommen. Start in Deutschland ist für den Herbst geplant. Für seine Autobiografie sucht Allen noch immer einen Verlag, wie Medien unlängst berichteten.

Hintergrund sind erneute Missbrauchsvorwürfe von Allens Adoptivtochter Dylan Farrow, die sie 2018 im Zuge der #MeToo-Bewegung vorgebracht hatte. Sie sei als Siebenjährige im Elternhaus missbraucht worden. Allen hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Zahlreiche Schauspielerinnen und Schauspieler distanzierten sich anschließend von dem Regisseur und Drehbuchautor. Colin Firth, Timothée Chalamet, Mira Sorvino, Ellen Page und andere erklärten, dass sie zukünftig nicht mehr mit Allen drehen wollten. Greta Gerwig entschuldigte sich gar für ihren Auftritt in Allens Film "To Rome with Love".

brs



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