Dank Streaming-Hit »Knives Out« Kein Schauspieler verdient mehr als Daniel Craig

James-Bond-Star Daniel Craig ist offenbar der Topverdiener unter den Filmstars: Nach Branchenschätzungen bekam er insgesamt Gagen in Höhe von 100 Millionen Dollar. Streamingdienste haben daran einen hohen Anteil.
Daniel Craig in »Knives Out«: Schauspieler von gestreamten Filmen gehören zu den Gewinnern

Daniel Craig in »Knives Out«: Schauspieler von gestreamten Filmen gehören zu den Gewinnern

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Lionsgate / imago images/ZUMA Wire

James-Bond-Darsteller Daniel Craig verdient offenbar mehr als jeder andere Filmstar. Mit 100 Millionen US-Dollar liegt er an der Spitze einer nun veröffentlichten Liste des Branchenblatts »Variety« . Für die beiden Fortsetzungen des Kriminalfilms »Knives Out« soll der Schauspieler damit doppelt so viel Gage bekommen haben wie Dwayne Johnson (»Red One«). Auf Platz drei folgt demnach Will Smith mit geschätzten Einkünften von 40 Millionen US-Dollar durch seine Rolle als »King Richard«.

Besonders punkteten laut »Variety« Schauspieler von Filmen, die auf Streamingkanälen zu sehen waren. Bedingt durch den Lockdown fielen die Einnahmen aus Kinoerträgen im Schnitt niedriger aus. Verschiedene Filme wurden außerdem schon zum Kinostart gestreamt – Kinokassen standen mit den Anbietern in direkter Konkurrenz. Netflix entschädigte deshalb Filmstars für die angenommenen Einnahmen, die sie erzielt hätten, wenn ihre Filme ausschließlich in Kinos gezeigt worden wären. Die Schauspieler bekamen dadurch insgesamt oft höhere Gagen.

Einkünfte an den Kinokassen treten für viele Schauspieler offenbar immer mehr in den Hintergrund: Will Smith etwa gehörte laut »Forbes«-Liste  schon 2020 zu den Top Ten der bestbezahlten Schauspieler weltweit. Ein Teil seiner Einkünfte stammte demnach aus einer Snapchat-Serie und Smiths Instagram-Profil. Dwayne Johnson landete im vergangenen Jahr mit rund 87 Millionen US-Dollar sogar auf Platz eins – allein für seine Rolle im Netflix-Film »Red Notice« bekam er laut »Forbes« 23,5 Millionen Dollar.

Während des Corona-Lockdowns blieben Kinos zeitweise geschlossen. Nach der Wiedereröffnung entschieden sich verschiedene Hollywood-Filmstudios wie Warner Bros., ihre Filme parallel in Kinos und auf Streamingkanälen zu veröffentlichen. Zuvor galt es als Abmachung zwischen Studios und Kinobetreibern, dass Filme in den ersten Wochen bis Monaten nur auf der Leinwand laufen.

Zuletzt sorgte die Schauspielerin Scarlett Johansson mit einer Klage gegen Disney für Aufsehen: Ihr seien durch das verkürzte Zeitfenster, in dem der Film »Black Widow« exklusiv in den Kinos gezeigt worden sei, Einnahmen entgangen.

ime
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