Dreifacher Oscar-Preisträger Daniel Day-Lewis geht in Rente

Er gilt als einer der Größten seiner Generation - jetzt soll Schluss sein: Schauspieler Daniel Day-Lewis will nicht mehr vor die Kamera treten. Das gab der Agent des 60-jährigen Briten bekannt.
Oscar-Preisträger Daniel Day-Lewis (2013)

Oscar-Preisträger Daniel Day-Lewis (2013)

Foto: MIKE BLAKE/ REUTERS

Er ist der einzige Schauspieler, der dreimal den Oscar als bester Hauptdarsteller erhalten hat. Nun geht Daniel Day-Lewis in Rente: Der 60-Jährige werde "nicht länger als Schauspieler arbeiten", sagte sein Sprecher am Dienstag. "Er ist seinen Mitarbeitern und seinem Publikum über all die Jahre zu großem Dank verpflichtet." Gründe für den Schritt nannte der Agent nicht - diese seien privat.

Damit endet eine der größten und eindrucksvollsten Karrieren der Kinogeschichte. Daniel Day-Lewis studierte Schauspiel an der Bristol Old Vic Theatre School, sein Filmdebüt feierte der Brite mit irischen Wurzeln 1971 in "Sunday, Bloody Sunday".

Seinen ersten Oscar als bester Hauptdarsteller erhielt Day-Lewis, der sich dem sogenannten Method Acting verschrieben hat, 1990 für die Rolle eines spastisch gelähmten Schriftstellers und Malers in der Literaturverfilmung "Mein linker Fuß". Es folgten weitere Academy Awards für den Öl-Western "There Will Be Blood" (2008) und das Präsidenten-Biopic "Lincoln" (2013).

Als etwas eigenbrötlerisch galt Day-Lewis schon immer. Ende der Neunzigerjahre hatte sich der Schauspieler über Jahre aus dem Filmgeschäft zurückgezogen, um sich in Florenz dem Schuhmacherhandwerk zu widmen. Nach seinem Oscar-Erfolg mit "Lincoln" kündigte er an, sich für ein Sabbatical auf seine Farm in Irland zurückziehen zu wollen.

Im Dezember wird der Charakterdarsteller noch einmal in der Kinoproduktion "Phantom Thread" zu sehen sein, einem Film über die Londoner Modeszene der Fünfzigerjahre. Regie führte Paul Thomas Anderson - mit dem Day-Lewis auch schon "There Will Be Blood" gedreht hatte.

mkl/AP
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.