Mit 46 Jahren Filmproduzent David Groenewold ist tot

Der Filmproduzent David Groenewold ist gestorben. Das gab sein Anwalt in Berlin bekannt. Über die Umstände machte er keine Angaben. Groenewold galt lange als Freund der Familie des früheren Bundespräsidenten Christian Wulff.

David Groenewold (2010)
DPA

David Groenewold (2010)


Der Filmproduzent David Alexander Groenewold ist tot. Der Produzent starb Anfang Juli im Alter von 46 Jahren. Er machte sich unter anderem als Produzent von Filmen wie "Elementarteilchen" (2006), "Kirschblüten - Hanami" (2008) oder "Die Welle" (2008) einen Namen. Zuvor studierte er Politikwissenschaften und Volkswirtschaftslehre an der London School of Economics und gab an, als Praktikant bei der "Late Show" mit David Letterman in New York und bei einer Investmentbank in London gearbeitet zu haben.

Nähere Angaben zu Zeitpunkt oder Ursache machte der Rechtsanwalt Christian-Oliver Moser als Vertreter der Familie am Freitag in Berlin nicht. Wie die Berliner "Morgenpost" berichtet, soll Groenewold im Herbst 2015 einen Schlaganfall erlitten haben. Zudem sei offenbar eine Autoimmunkrankheit festgestellt worden.

Einer breiteren Öffentlichkeit ist Groenewold bekannt geworden, weil er mit dem damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten und späteren Bundespräsidenten Christian Wulff bekannt war und zeitweise im Zentrum der sogenannten Wulff-Affäre stand.

Beide wurden 2013 wegen Vorteilsgewährung und Vorteilsannahme angeklagt, das Landgericht Hannover sprach sie vollständig frei. Unter anderem ging es dabei um Hotelrechnungen der Familie Wulff, die Groenewold übernommen haben soll. Wulff wiederum warb bei Siemens für eines von Groenewolds Filmprojekten, damit sich der Konzern am Sponsoring beteiligen möge.

Wulff trat aufgrund der Affäre und der Ermittlungen dazu zurück.

jat/dpa



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