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Deutscher Filmpreis 2019: Das sind die Gewinner

Foto: Pandora

Deutscher Filmpreis Goldene Lola für "Gundermann"

Die Filmbiografie "Gundermann" des Regisseurs Andreas Dresen hat die Goldene Lola gewonnen. Der Publikumshit "Der Junge muss an die Frische Luft" ging in den wichtigen Kategorien dagegen leer aus.

Der Film "Gundermann" hat beim Deutschen Filmpreis die Goldene Lola für den besten Spielfilm gewonnen. Das Drama von Andreas Dresen erzählt die Geschichte des gleichnamigen DDR-Liedermachers.

Der Film war in insgesamt zehn Kategorien nominiert und räumte einige Preise ab: Als bester Hauptdarsteller wurde Alexander Scheer als Gundermann geehrt. Ebenso wurde Dresen für die beste Regie ausgezeichnet. "Das ist ein großes Geschenk", sagte Dresen bei der Preisverleihung in Berlin sichtlich bewegt.

"Gundermann"-Autorin Laila Stieler wurde für das beste Drehbuch ausgezeichnet. Sie sagte in ihrer Dankesrede, es gebe einen Satz von Gundermann: "Manchmal bin ich so glücklich, dass ich keine Musik brauche." Auch die Lola für das beste Szenenbild ging an Susanne Hopf für "Gundermann" (lesen Sie hier eine Kritik des Films).

Als beste Hauptdarstellerin wurde Susanne Wolff ausgezeichnet. Sie spielt im Drama "Styx" eine Seglerin, die allein im Mittelmeer unterwegs ist, dort auf ein Flüchtlingsboot trifft und sich überlegen muss, wie sie sich verhält.

"Der Junge muss an die frische Luft" wurde als besucherstärkster Film des Jahres ausgezeichnet. Darin spielt Nachwuchsschauspieler Julius Weckauf den Komiker Hape Kerkeling als Kind. Auch dieser Film wurde als Favorit für den Hauptpreis und den Preis für die beste Regie gehandelt - verpasste aber beide.

Szene aus "Der Junge muss an die frische Luft"

Szene aus "Der Junge muss an die frische Luft"

Foto: Warner Bros.

In den weiteren Kategorien gewannen:

Beste Nebendarstellerin wurde Luise Heyer, die in "Der Junge muss an die frische Luft" die Mutter von Hape Kerkeling spielt. Sie war über den Preis sichtlich gerührt. "Es ist mega unwirklich", sagte sie. Schauspieler Alexander Fehling ("Das Ende der Wahrheit") gewann eine Auszeichnung als bester Nebendarsteller.

Beste Doku wurde "Of Fathers And Sons" von Talal Derki - darin geht es um einen islamistischen Vater und dessen Söhne.

Der Preis für die beste Tongestaltung ging an das Team des Seglerdramas "Styx". Als bei der Vorstellung der Nominierten nur Bilder von Männern erschienen, sang Moderator Tedros Teclebrhan "It's A Man's World" und bekam dafür Applaus.

Die Macher von "Der Goldene Handschuh" wurden für ihr Maskenbild ausgezeichnet. Der Film von Fatih Akin erzählt vom Serienmörder Fritz Honka, der in Hamburg mehrere Frauen tötete. Hauptdarsteller Jonas Dassler musste dafür jeden Tag lange in die Maske.

Die Lolas gelten als wichtigste nationale Auszeichnung in der Filmbranche. Die etwa 2000 Mitglieder der Deutschen Filmakademie haben über die meisten der Gewinner abgestimmt.

kko/dpa
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