Deutscher Filmpreis "Nirgendwo in Afrika" räumt ab

Die Regisseurin Caroline Link ist die große Siegerin bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises. Ihr Familiendrama "Nirgendwo in Afrika" wurde gleich mit fünf goldenen "Lolas" ausgezeichnet.


Berlin - Links Film über eine in den dreißiger Jahren nach Afrika emigrierte jüdische Familie erhielt die mit 500.000 Euro dotierte Auszeichnung als bester Spielfilm und eine Lola für die beste Regie. Gold ging außerdem an Matthias Habich als bester Nebendarsteller sowie Niki Reiser für die Musik und Gernot Roll für die Kameraarbeit in diesem Film. Caroline Link hatte bereits 1997 einen Deutschen Filmpreis in Silber und eine Oscar-Nominierung für ihren Film "Jenseits der Stille" erhalten. In ihrer Dankesrede sagte Link: "Ich wollte einen Film drehen, der weniger versöhnlich und wohl erwachsener ist als meine früheren Filme."

Caroline Link - hochschwanger und mit "Lola"
REUTERS

Caroline Link - hochschwanger und mit "Lola"

Filmpreise in Silber erhielten die Filme "Halbe Treppe" von Andreas Dresen über die Betreiber einer Imbissbude in Frankfurt (Oder) und "Heaven" von Tom Tykwer über eine Attentäterin, die sich in einen Polizisten verliebt. Dieser Film war bei der Eröffnung der Berlinale im vergangenen Februar zwiespältig aufgenommen worden.

Bester Hauptdarsteller wurde beim Deutschen Filmpreis 2002 Daniel Brühl. Als beste Schauspielerin wurde Martina Gedeck ausgezeichnet. Einen Sonderpreis und einen undotierten Publikumspreis erhielten der Film "Der Schuh des Manitu" von und mit Michael "Bully" Herbig, der vom Kinopublikum auch als "Schauspieler des Jahres" gekürt wurde. Erstmals wurde auch der beste Kinder- und Jugendfilm ausgezeichnet. Sieger ist der Film "Das Sams" von Ben Verbong.

Die Preise wurden in einer glanzvollen Galaveranstaltung im Neuen Tempodrom am Anhalter Bahnhof vergeben. Unter den über 2000 Ehrengästen waren auch Bundeskanzler Gerhard Schröder und Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin.



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