Deutsches Kino "Die Welle" rollt weltweit

Wenn Jugendliche zu Faschisten mutieren, sieht die Welt offenbar gerne zu. Die deutsche Verfilmung des Jugendbuchklassikers "Die Welle" soll bald auch im Ausland Geld in die Kinokassen spülen.

Berlin - Die Jugendbuchverfilmung "Die Welle" wird bald auch im Ausland zu sehen sein. "Wir haben den Film in 20 Länder verkauft. Sogar nach Japan und Australien", sagte Regisseur Dennis Gansel der "B.Z. am Sonntag". Sogar in den USA komme die Produktion ins Kino.

Allerdings soll der Film dort nachgedreht werden. Der Zeitung zufolge verhandelt Gansel mit mehreren Produktionsfirmen. "Ich fliege nach L.A., wir haben fünf konkrete Anfragen", sagte der Regisseur ("Napola - Elite für den Führer").

In Deutschland fand der Mitte März gestartete Kinofilm bisher rund 1,7 Millionen Zuschauer und ist für den Deutschen Filmpreis nominiert, der am 25. April verliehen wird.

Die Produktion basiert auf Morton Rhues 1981 erschienenem Roman "Die Welle". Das Buch beruht auf Ereignissen, die sich im Herbst 1967 an der Cubberley High School im kalifornischen Palo Alto ereignet hatten.

Ein Geschichtslehrer, in der Verfilmung gespielt von Jürgen Vogel, hatte seinen Schülern in einem Experiment aufzeigen wollen, dass faschistoides Denken und Handeln stets und überall vorhanden sind. Schon nach wenigen Tagen geriet sein Projekt völlig außer Kontrolle.

tdo/ddp