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20. Dezember 2016, 13:03 Uhr

Rekordumsatz für den Disney-Konzern

Sieben Milliarden Mäuse

"Rogue One", "Findet Dory", "Zoomania": Was der Disney-Konzern 2016 anfasste, wurde zu Gold. Mit sieben Milliarden Dollar Umsatz verdiente er 2016 mehr Geld als jemals ein Studio zuvor.

Mit Disney machte ein Filmstudio in diesem Jahr erstmals überhaupt einen Umsatz von über sieben Milliarden Dollar (6,7 Milliarden Euro). Das teilte der Konzern am Montag mit.

Den letzten Schub gab der "Star Wars"-Ableger "Rogue One", der am ersten Wochenende in den USA mit 155 Millionen Dollar gestartet war. Das bedeutet den zweitgrößten Dezemberstart eines Films aller Zeiten in den USA. Den besten - allerdings mit deutlichem Vorsprung - hatte im vergangenen Jahr ebenfalls ein Disney-Film: "Star Wars: Das Erwachen der Macht" startete im Dezember 2015 mit 247 Millionen Dollar. Inzwischen hat "Rogue One" international schon 290 Millionen Dollar eingespielt.

"Rogue One" ist aber natürlich nicht allein verantwortlich für Disneys Kinokassenrekord. Dazu konnte es nur kommen, weil 2016 erstmals alle fünf zum Disney-Konzern gehörenden Studios erfolgreiche Filme herausbrachten: Pixar mit"Findet Dorie", Marvel mit "Captain America: Civil War", Walt Disney Animation mit "Zoomania", Walt Disney Pictures mit "The Jungle Book" - und Lucasfilm mit "Rogue One". Rechnet man Koproduktionen mit, brachte Disney 2016 in den USA sogar zwölf Filme in die Kinos.

Jetzt zahlen sich die hohen Investitionen aus, die der Konzern in den vergangenen Jahren mit den Zukäufen von Pixar und Lucasfilm tätigte. Zum wirtschaftlichen Erfolg kommt aber auch der künstlerische: Sieben der zwölf Disney-Filme des Jahres 2016 erreichten auf Rotten Tomatoes, einem Internetportal, das Filmkritiken sammelt, Zustimmungswerte von über 90 Prozent.

Um die Zukunft muss sich der Konzern keine Sorgen machen. Allein die für die kommenden Jahre geplanten "Star Wars"-Filme werden die Kassen weiter füllen. Der nächste Teil der Weltraum-Oper startet am 15. Dezember 2017. Dazu wird der Konzern weiter seine Schatztruhe plündern und Zeichentrick-Klassiker mit Realfilm-Remakes versehen, wie schon mit "The Jungle Book" geschehen. 2017 setzt "Die Schöne und das Biest" diese Strategie fort. Und mit "Cars 3" und "Die Unglaublichen 2" wird auch Pixar wieder seinen Anteil am Disney-Umsatz haben.

kae/afp

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