Dreharbeiten Hollywood-Filme durch Flut gefährdet

Das Hurrikan-Chaos in den Südstaaten schädigt auch die amerikanische Filmbranche: Mehrere Hollywood-Produktionen im Raum New Orleans müssen abgebrochen werden, geplante Drehs fallen aus.


Hollywood-Star Swank: In Gefahr durch "Katrina"
AP

Hollywood-Star Swank: In Gefahr durch "Katrina"

Die Filmbranche weiß Louisiana zu schätzen. Der US-Bundesstaat gilt als Steuerparadies und wird von Produzenten gern als Drehort gewählt. 27 Kino- und Fernsehfilme entstanden dort im letzten Jahr.

Auch dieses Jahr stand Louisiana hoch im Kurs bei Filmemachern: Oscar-Preisträger Denzel Washington und Kevin Costner wurden in New Orleans zu Dreharbeiten erwartet. Michael Keaton und die Horrorfilmdarstellerin Lucy Lawless waren schon vor Ort. Im nahe gelegenen Baton Rouge stand Hilary Swank ("Million Dollar Baby") vor der Kamera.

Angesichts der Hurrikan-Katastrophe schicken die Studios jetzt allerdings keine weiteren Stars, sondern Rettungstrupps in das Krisengebiet. Der Entertainment-Konzern Disney zum Beispiel charterte ein Flugzeug, um die Crew der Filme "Deja Vu" und "The Guardian" zu evakuieren, meldete die "Los Angeles Times". 70 Menschen mussten ausgeflogen werden.

In Florida, wo der Hurrikan "Katrina" ebenfalls wütete, mussten die Dreharbeiten für die Filmversion der TV-Serie "Miami Vice" verschoben werden.

Für die von schlechten Box-Office-Zahlen gebeutelte US-Filmbranche ein Drama: In der Region selbst wird den Leidtragenden kaum nach Kino zumute sein, zumal viele Lichtspielhäuser zerstört wurden. Einer der Sprecher der 20th Century Fox, die an diesem Wochenende den Thriller "Transporter 2" herausbringen, sagte der "Los Angeles Times": "Wir hatten eine Außenstelle dort unten, an die wir Kopien des Films gesendet haben. Wir wissen nicht, ob sie überhaupt noch da ist."



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