"Undine" und "Berlin Alexanderplatz" Zwei Filme aus Deutschland für den Europäischen Filmpreis nominiert

"Undine" und "Berlin Alexanderplatz" konkurrieren um die Auszeichnung als bester europäischer Film 2020, Paula Beer und Nina Hoss wurden als "beste Darstellerin" nominiert.
Szene aus "Berlin Alexanderplatz" mit Welket Bungué und Jella Haase

Szene aus "Berlin Alexanderplatz" mit Welket Bungué und Jella Haase

Foto: Stephanie Kulbach / dpa

Zwei deutsche Filme sind in diesem Jahr für den Europäischen Filmpreis nominiert. Das Liebesdrama "Undine" von Christian Petzold und die Literaturverfilmung "Berlin Alexanderplatz" von Burhan Qurbani sind Kandidaten für den besten Film, wie die Europäische Filmakademie am Dienstag bekannt gab.

Die Schauspielerinnen Paula Beer ("Undine") und Nina Hoss ("Schwesterlein") sind zudem als beste Darstellerin vorgeschlagen. Sie konkurrieren mit vier weiteren Schauspielerinnen. "Berlin Alexanderplatz" hat zudem Chancen auf den Drehbuchpreis.

"Undine" verlegt den Mythos um die legendäre Nixe, die treulose Männer tötet, in das Berlin von heute. Paula Beer spielt darin eine Stadthistorikerin und wurde im Februar auf der letzten Berlinale für ihre Darstellung mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet.

"Berlin Alexanderplatz" ist eine drei Stunden lange Adaption von Alfred Döblins Literaturklassiker, die ebenfalls auf der Berlinale Weltpremiere hatte. Welket Bungué spielt darin den Geflüchteten Francis, der inmitten des Berliner Drogenmilieus versucht, gegen alle Widerstände und Versuchungen integer zu bleiben.

Insgesamt sind sechs Produktionen als bester Film vorgeschlagen: Neben den beiden Filmen deutscher Regisseure sind es "Druk" ("Another Round") von Thomas Vinterberg, "Corpus Christi" von Jan Komasa, "Nabarvené ptáče" ("The Painted Bird") von Václav Marhoul sowie "Martin Eden" von Pietro Marcello. "Martin Eden", "Druk" und "Corpus Christi" kommen jeweils auch noch auf Nominierungen für die beste Regie, das beste Drehbuch und den besten Hauptdarsteller und werden sich so ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern.

Der Europäische Filmpreis wird jährlich wechselnd in Berlin und in einer anderen Stadt vergeben. In diesem Jahr war eine Gala in Island geplant – wegen der Ausbreitung des Coronavirus fällt die Veranstaltung allerdings aus. Die Auszeichnungen werden stattdessen vom 8. bis 12. Dezember digital bekannt gegeben.

cpa/dpa
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