Filmfestival von Cannes Coen-Brüder übernehmen Jury-Vorsitz

Die Berlinale hat noch nicht begonnen, da meldet sich die Konkurrenz aus Cannes: Die Brüder Ethan und Joel Coen werden im Mai die Jury bei dem Filmfestival an der Côte d'Azur leiten. Sie gewannen mit "Barton Fink" selbst die Goldene Palme.
Joel (l.) und Ethan Coen: Das filmemachende Brüderpaar kommt nach Cannes

Joel (l.) und Ethan Coen: Das filmemachende Brüderpaar kommt nach Cannes

Foto: Chris Pizzello/ AP/dpa

Die US-Filmemacher Ethan und Joel Coen übernehmen den Jury-Vorsitz des 68. Internationalen Filmfestivals von Cannes. Es sei das erste Mal in der Geschichte des Festivals, dass die Jury zwei Präsidenten bekomme, teilte das Festival am Dienstag auf seiner Website mit. Der Jury vorzusitzen sei eine besondere Ehre - zumal sie nie zuvor von irgendetwas Präsident gewesen seien, wurden die Coen-Brüder ("Fargo", "The Big Lebowski") zitiert.

Beim Internationalen Filmfestival von Cannes wird in der dritten Maiwoche wieder die Goldene Palme vergeben, rund 20 Filme sind im Wettbewerb. Joel und Ethan Coen kennen das Festival - als Preisträger. Beispielsweise 2013 wurden sie für "Inside Llewyn Davis" mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet.

Überhaupt sind die beiden US-Amerikaner, 60 und 57 Jahre alt, wahre Cannes-Veteranen. Sieben ihrer 16 Werke präsentierten sie an der Croisette. Bereits 1991 hatten sie für "Barton Fink" die Goldene Palme eingeheimst, sowie den Preis für die beste Regie, der ihnen auch für "Fargo" (1996) und "The Man Who Wasn't There" (2001) verliehen wurde.

Festival-Direktor Thierry Frémaux zeigte sich entsprechend glücklich, die Brüder für den Jury-Vorsitz engagieren zu können. "Sie verkörpern ein bestimmtes Autorenkino, das universal geworden ist", sagte er der Nachrichtenagentur AFP. Ihre Arbeit stecke voller Humor und der Blick, den die Brüder auf die Welt werfen, sei "absolut originell".

feb/dpa/AFP
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