Filmpremiere Beifall für Volker Schlöndorff

Volker Schlöndorffs "Die Stille nach dem Schuss" wurde bei seiner Kinopremiere in Halle mit Begeisterung aufgenommen.


Halle - Im Mittelpunkt der Filmgeschichte steht Rita Vogt (Bibiane Beglau), die mit Hilfe der Stasi in der DDR untertaucht. Ausgestattet mit einer neuen Identität, integriert sich Rita Vogt in den realsozialistischen Alltag, bis sie nach einer Fahndungsmeldung im Fernsehen erneut untertauchen und ihre Identität wiederum wechseln muss. Nach dem Fall der Mauer wird Rita Vogt erschossen, als sie versucht, den Fahndern zu entkommen. Tragisch und in einigen Momenten komisch zugleich, zeichnet der Streifen ein Kapitel jüngster deutsch-deutscher Geschichte.

Für ihr intensives Spiel erhielt Bibiane Beglau am Sonntagabend von den Zuschauern Bravo-Rufe. Auch Nadja Uhl wurde für ihre Darstellung der jungen Arbeiterin Tatjana, die zur Ex-Terroristin Rita ein Liebesverhältnis hat, mit viel Applaus bedacht.

Drehbuch-Autor Wolfgang Kohlhaase sagte bei der Premiere, der Film zeige eine Geschichte, wie sie so nur in Deutschland geschehen konnte und die "den doppelten Blick verträgt" - den des westdeutschen Regisseurs Volker Schlöndorff und des ostdeutschen Autors Wolfgang Kohlhaase.

"Die Stille nach dem Schuss" lief bereits bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin. Bibiana Beglau und Nadja Uhl erhielten den "Silbernen Bären" als beste Darstellerinnen. Der Film wurde zudem als "Bester Europäischer Film" geehrt. Der in weiten Teilen in Halle gedrehte Film wurde von der Mitteldeutschen Medienförderung mit 1,6 Millionen Mark gefördert. "Die Stille nach dem Schuss" läuft am 14. September bundesweit in den Kinos an.



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