Fotostrecke Golden Globes Jazz-Tänzerinnen im Oscar-Fieber

Die Musical-Verfilmung "Chicago" gewann gleich drei Golden Globes und gilt damit als Favorit für die Oscar-Verleihung. Der deutsche Beitrag "Nirgendwo in Afrika" ging leer aus, dafür freute sich Regisseur Pedro Almodóvar über die begehrte Auszeichnung der amerikanischen Auslandspresse. SPIEGEL ONLINE zeigt die Gewinner der Globes-Zeremonie in Beverly Hills.


Bester nicht-englischsprachiger Film: Regisseur Pedro Almodóvar ist berauscht
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Bester nicht-englischsprachiger Film: Regisseur Pedro Almodóvar ist berauscht

Beverly Hills - Die Verfilmung des Broadway-Musicals "Chicago" um zwei mörderische Jazz-Tänzerinnen räumte bei der Verleihung der Golden Globes drei Preise ab. Der Musikfilm von Regisseur Rob Marshall bekam in der Nacht zum Montag den Preis der Hollywood-Auslandspresse in der Sparte Musical/Komödie. Richard Gere und Renée Zellweger wurden als beste Hauptdarsteller geehrt.

Gere zeigte sich bei der Ehrung - schauspielerisch - überaus erstaunt: "Ich gewinne überhaupt nichts. Ich gewinne nie", sagte Gere. Und er habe eigentlich nicht einmal in dem Streifen mitspielen wollen.

Globe-Gewinner: Martin Scorsese gewann den Preis als bester Regisseur für sein Historien-Drama "Gangs Of New York" Fernseh-Star: Uma Thurman, im Kino selten zu sehen, gewann einen Golden Globe als beste Darstellerin in einer Mini-Serie oder einem TV-Film für "Hysterical Blindness" Hysterisch: Meryl Streep schreit aufgeregt in eine Fernsehkamera. Die Hollywood-Veteranin gewann einen Globe für ihre Nebenrolle in dem Drehbuch-Drama "Adaptation"
Ungezogen: Kim Cattrall gewann einen Globe für ihre Darstellung in der TV-Serie "Sex And The City" und scherzte ganz charaktergemäß mit dem Publikum: "Was glauben Sie, mit wie vielen Leuten ich schlafen musste, um diesen Preis zu bekommen!" Arme Caroline Link: Der Golden Globe für den besten nicht-englischsprachigen Film ging an Pedro Almodóvar und sein Beziehungsdrama "Sprich mit ihr" ("Hable con ella") Iren in Hollywood: Die Rockband U2 (Gitarrist The Edge und Sänger Bono) gewann einen Golden Globe für ihren Songbeitrag ("The Hands That Built America") zu Martin Scorseses "Gangs Of New York"
Freundlich: Jennifer Aniston gewann einen Globe für ihre Rolle in dem Serien-Dauerbrenner "Friends" Kein Glück: Catherine Zeta-Jones hatte ihren Gatten Michael Douglas im Gepäck. Der Preis für die beste Schauspielerin ging jedoch an ihre Film-Kollegin Reneé Zellweger Gewinner: Nicole Kidman ("The Hours") und Jack Nicholson ("About Schmidt") freuen sich über ihre Globes

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Als bestes Drama ehrten die ausländischen Filmberichterstatter die Romanverfilmung "The Hours". Nicole Kidman bekam den Globe als beste Drama-Darstellerin. Sie spielt in "The Hours" die Schriftstellerin Virginia Woolf. Bester männlicher Darsteller in der Drama-Kategorie wurde Jack Nicholson. Sein jüngster Film, der in Deutschland unter dem Titel "Jack Nicholson ist Schmidt" herauskommt, wurde auch mit dem Globe für das beste Drehbuch geehrt.

"Chicago"-Sieger Gere, Zellweger: "Ich gewinne nie!"
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"Chicago"-Sieger Gere, Zellweger: "Ich gewinne nie!"

Jeweils zwei goldene Weltkugeln erhielten auch Komödie "Adaptation" und das Historien-Epos "Gangs of New York". Meryl Streep und Chris Cooper bekamen für "Adaptation" - eine schwarze Komödie über das Filmgeschäft in Hollywood - jeweils einen Golden Globe als beste Nebendarsteller. Regisseur Martin Scorsese wurde für sein Banden-Drama im New York der Gründerzeit geehrt. Einen weiteren Globe gab es für einen Filmsong, den U2 für "Gangs of New York" einspielte.

Der deutsche Beitrag "Nirgendwo in Afrika" von Caroline Link ging leer aus. In der Kategorie bester nicht-englischsprachiger Film siegte der spanische Beitrag "Talk to Her" von Pedro Almodóvar. In einem Jahr mit außerordentlich vielen hochklassigen Filmen verteilten sich die insgesamt 24 Golden Globes für Bestleistungen bei Kino- und Fernsehproduktionen über ein weites Feld von Kandidaten. "Chicago" hatte die Liste der Anwärter mit acht Nominierungen geführt, gefolgt von "The Hours" mit sieben.

Für sein Lebenswerk wurde Gene Hackman mit dem Cecil B. DeMille Award ausgezeichnet. "Ich wollte immer ein Schauspieler sein", sagte der zweifache Oscar- und dreifache Globe-Sieger bei der Überreichung des renommierten Preises während der Globe-Gala. "So wahr mir Gott helfe, ich liebe es."



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