Comedy-Ikone Gene Wilder Seine besten Rollen

Gene Wilder ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Unvergessen bleiben wird der Comedian für seine vielen umwerfenden Auftritte in Komödienklassikern - ob als Willy Wonka oder als Schafliebhaber bei Woody Allen. Eine Auswahl.

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In den Siebziger- und Achtzigerjahren war Gene Wilder eine Comdey-Macht. Der Mann, der von sich behauptete, sich selbst überhaupt nicht witzig zu finden, brachte die Massen zum Lachen wie kein anderer Komiker der Zeit. Kollege Billy Crystal twitterte über ihn: "Sein Filmvermächtnis ist inspirierend. Ein echtes Genie". Hier eine Auswahl seiner besten Filme.

"Charlie und die Schokoladenfabrik"
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"Charlie und die Schokoladenfabrik"

In "Charlie und die Schokoladenfabrik" (1968), der Verfilmung des Kinderbuchklassikers von Roald Dahl, spielt Gene Wilder den Schokoladenfabrikanten Willy Wonka. Fünf Kinder dürfen mit goldenen Eintrittskarten seine Fabrik besichtigen und erleben dabei magische Dinge. Wilder ist in fast jeder Szene des Films zu sehen und für viele, die das Original kennen, der einzig wahre Willy Wonka - trotz des Johnny-Depp-Remakes von 2005.

"Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber nicht zu fragen wagten"
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"Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber nicht zu fragen wagten"

Von ganz anderem Kaliber war Gene Wilders Auftritt in Woody Allens durchgeknallter Episodenkomödie "Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber nicht zu fragen wagten" (1971). Zu gepflegter Barmusik checkt da ein Mann im Hotel ein, ein Schaf unter dem Arm. "Möchten Sie, dass ich das 'Nicht stören'-Zeichen an die Tür hänge?", fragt der Portier freundlich. "Oh ja, das wäre nett", antwortet der Mann - um dem Schaf dann seine Liebe zu gestehen und eine leidenschaftliche Nacht mit ihm zu verbringen.

"Der wilde Wilde Westen"
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"Der wilde Wilde Westen"

Mehr scharfe Rassismus-Satire als kalauernde Cowboy-Komödie ist Mel Brooks' "Der wilde Wilde Westen" (1974). Gene Wilder spielt den ehemaligen Revolverhelden Kid the Kid, der dem schwarzen Sheriff Bart gegen einen mächtigen (weißen) Eisenbahn-Tycoon beisteht. In dessen Armee kämpfen nicht nur Banditen, sondern auch Rocker und Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg.

"Trans-Amerika-Express"
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"Trans-Amerika-Express"

Der schwarze Komiker Richard Pryor wurde bald darauf Gene Wilders Lieblingspartner. Insgesamt vier Filme drehten die beiden gemeinsam. Der erste und beste ist "Trans-Amerika-Express" (1976) von Action-Regisseur Arthur Hiller. Darin spielt Wilder einen Kochbuchverleger, der an Bord eines Zuges in ein Mordkomplott verwickelt wird. Pryor als Kleinkrimineller will ihm helfen, sorgt aber dafür, dass sich das Chaos immer weiter ausbreitet und in einem absurden Happening endet.

"Die Frau in Rot"
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"Die Frau in Rot"

Insgesamt fünf Mal führte Wilder selbst Regie und schrieb das Drehbuch. Sein größter Erfolg war die Liebeskomödie "Die Frau in Rot" (1984). Wilder spielte die Hauptrolle an der Seite von Kelly LeBrock, einem der bekanntesten Models der Achtzigerjahre. Der Film wurde berühmt für die Szene, in der die von LeBrock gespielte geheimnisvolle Schöne auf einem Lüftungsschacht steht - eine Hommage an den Klassiker "Das verflixte siebte Jahr" mit Marilyn Monroe. Noch berühmter als der Film wurde der Soundtrack von Stevie Wonder, der mit dem Song "I Just Called To Say I Love You" einen Überhit landete.

kae



insgesamt 9 Beiträge
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noalk 30.08.2016
1. Meine unvergessenste Szene
Wie er sich als Dr. Frankenstein das Skalpell in den Oberschenkel rammt ...
h.hass 30.08.2016
2.
Ein begnadeter Schauspieler und Komödiant, stets sympathisch, mit perfektem Timing, verwandlungsfähig, subtil, urkomisch. Danke für alles, Gene. Es bleibt nur noch eins zu sagen: REMBRANDT IST TOT!!
freddykrüger, 30.08.2016
3. @noalk
nicht zu vergessen, Marty Feldman als Igor von der Nordwand.
TS_Alien 30.08.2016
4.
Trans-America-Express: Die Szene im Polizeiwagen, als Richard Pryor überraschend auf dem Rücksitz auftaucht, ist genial. Oder die Szene, in der Gene Wilder als Schwarzer durchgehen soll (immer schön im Takt bleiben) und sich Richard Pryor mit Grauen abwendet. Trans-America-Express, Die Frau in Rot, ... . Gene Wilder war genial.
Chefredakteur 30.08.2016
5. Nach Chaplin gibts es wieder im Himmel was zum lachen!
Wilder bester Film wo er wirklich lustig war, ist "Ein Rabbi im Wilden Westen (The Frisco Kid)". Der Film ist ein Meisterstück in Zusammenarbeit mit Harrison Ford und viele tolle Überraschungen!
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