Hollywood-Schmähpreise Tom Hanks für drei »Goldene Himbeeren« nominiert

Für die Rolle als Geppetto im Disney-Remake von »Pinocchio« droht Tom Hanks ein Negativpreis. Auch als Elvis’ Manager wusste er nicht zu überzeugen. Die meisten »Razzie«-Nominierungen erhielt ein Marilyn-Monroe-Biopic.
Tom Hanks als Geppetto in »Pinocchio«

Tom Hanks als Geppetto in »Pinocchio«

Foto: Disney

Die Oscarpreisträger Tom Hanks, 66, und Jared Leto, 51, könnten im März mit Hollywoods Spottpreisen ausgezeichnet werden. Die Verleiher der »Goldene Himbeeren« oder »Razzies« gaben die Nominierungen für die nicht ganz ernst zu nehmenden Preise am Montag bekannt. Traditionell werden die »Razzie«-Anwärter einen Tag vor der Bekanntgabe der Oscarnominierungen benannt.

Hanks ist gleich in drei Sparten nominiert: als »schlechtester Schauspieler« in der Rolle als Geppetto in Disneys »Pinocchio«. Als »schlechtester Nebendarsteller« qualifizierte ihn, wie er in der Filmbiografie »Elvis« Tom »Colonel« Parker, den Manager von Rock'n'Roll-Legende Elvis Presley, spielt.

Der 66-Jährige »und sein Latex-überzogenes Gesicht« sind bei den Anti-Oscars außerdem in der Kategorie »schlechtestes Bildschirmpaar« nominiert. Die Veranstalter heben neben seinem aufwendigen Make-up auch seinen »lächerlichen Akzent« in der Rolle des Elvis-Managers hervor.

Im vergangenen Jahr hatte Jared Leto die »Goldene Himbeere« für den schlechtesten Nebendarsteller in »House of Gucci« erhalten. Diesmal könnte der Preis als »schlechtester Schauspieler« an Leto gehen, für dessen Rolle als der vampirartige Antiheld »Morbius«. Die Comic-Verfilmung holte insgesamt fünf Nominierungen, darunter in der Topsparte »schlechtester Film«.

Dort ist auch der »Razzie«-Spitzenreiter »Blond« vertreten. Das Netflix-Biopic über Marilyn Monroe hat gleich acht »Gewinn«-Chancen, darunter für Regie und Drehbuch von Andrew Dominik. Siebenfach nominiert wurde die Stoner-Komödie »Good Mourning«, bei der die Musiker Machine Gun Kelly und Mod Sun Regie führten. Als »schlechteste Schauspielerinnen« sind unter anderem Bryce Dallas Howard (»Jurassic World: Ein neues Zeitalter«) und Diane Keaton (»Mack & Rita«) im Rennen.

Die »Razzies« (kurz für Raspberry/Himbeere) wurden 1980 von dem Cineasten John Wilson als Gegenstück zur glanzvollen Oscarverleihung ins Leben gerufen. Nach früheren Angaben der Gruppe stimmen rund tausend Mitglieder in den USA und weiteren Ländern ab.

Ana de Armas kann am wenigsten dafür: Keine der acht »Blond«-Nominierungen betreffen die Hauptdarstellerin

Ana de Armas kann am wenigsten dafür: Keine der acht »Blond«-Nominierungen betreffen die Hauptdarstellerin

Foto: Netflix

Die Verkündung der «Gewinner» erfolgt traditionell am Vortag der Oscargala, die am 12. März über die Bühne gehen soll. An diesem Dienstag (24. Januar) gibt die Filmakademie in Hollywood die Oscarnominierungen bekannt. Die Preisträgerinnen und Preisträger erscheinen allerdings fast nie persönlich, um ihre Schmähtrophäen abzuholen.

feb/dpa/AFP
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