Defa-Star Schauspieler Günter Junghans ist tot

Günter Junghans spielte im "Tatort" und "Polizeiruf 110", in der ARD-Serie "Weissensee" sowie in Helmut Dietls "Schtonk!". Der Leipziger zählte zudem zu den Charakterdarstellern der Defa. Nun ist er im Alter von 73 Jahren gestorben.
Günter Junghans im Jahr 2011: Defa-Charakterdarsteller

Günter Junghans im Jahr 2011: Defa-Charakterdarsteller

Foto: imago

Berlin - Günter Junghans wirkte in mehr als 130 Kino- und Fernsehfilmen mit und war in vielen Charakterrollen der Defa zu sehen. Zu seinen wichtigsten frühen Arbeiten gehört der Antikriegsfilm "Die Abenteuer des Werner Holt" (1965). In Rainer Simons von der DDR-Führung verbotenem Kinodrama "Jadup und Boel" (1980), in der alltägliche Defizite des Sozialismus thematisiert werden, spielte Junghans an der Seite von Kurt Böwe und Gudrun Ritter.

Geboren wurde Junghans am 14. Juli 1941 in Leipzig. Nach seiner Schulausbildung absolvierte er eine Lehre als Maschinenschlosser im VEB Verlade- und Transportanlagenwerk Leipzig. Von 1959 bis 1964 studierte Junghans dann Schauspiel an der Hochschule für Deutsche Filmkunst in Potsdam-Babelsberg.

Neben seiner Filmkarriere war er mehr als 25 Jahre Mitglied im Ensemble der Berliner Volksbühne. Nach dem Fall der Mauer trat der Schauspieler unter anderem in Helmut Dietls "Schtonk!", in "Klemperer" von Andreas Kleinert sowie in mehreren "Tatort" und "Polizeiruf 110"-Folgen auf. In der ARD-Serie "Weissensee" spielte er die Rolle des Generaloberst Koweitz.

Am Sonntag starb Günter Junghans nach kurzer, schwerer Krankheit in Berlin, wie die Schauspieleragentur Astrid Rahn mitteilte. Er wurde 73 Jahre alt.

kha/dpa