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Halle Berry Die Kämpferin

aus DER SPIEGEL 39/2021
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Chris Pizzello / REUTERS

Hollywoodstar Halle Berry, 55, die erste schwarze Schauspielerin, die einen Oscar für eine Hauptrolle bekam (»Monster’s Ball«, 2001), betätigt sich nun auch als Regisseurin: »Bruised« ist ein Film über eine Mixed-Martial-Arts-Profikämpferin, die schon abgeschrieben war und ihr Comeback versucht. Er soll ab November erst in ausgewählten Kinos im angelsächsischen Raum, dann bei Netflix zu sehen sein. Hally Berry hatte versucht, die 34-jährige Blake Lively für die Hauptrolle zu gewinnen. Als die ablehnte, entschloss sie sich, den Part der Jackie Justice selbst zu übernehmen. Es ist wohl ihre körperlich herausforderndste Rolle. Die »New York Times« berichtet, Berry habe bis zu sechs Stunden täglich trainieren müssen, um Boxen, Muay Thai, Judo und Jiu-Jitsu zu lernen. Außerdem habe sie ihre Capoeira-Kenntnisse aufgefrischt, die sie aus der »Catwoman«-Produktion mitbringt. Doch es geht in »Bruised« nicht nur um Action, sondern auch um Psychologie. Jackie Justice ist eine Mutter, die ihr Baby weggegeben hat. Sechs Jahre später taucht der Sohn wieder auf, Jackie ringt mit ihren Gefühlen. Seelische Kämpfe musste auch Berry in ihrem Leben führen, wie sie der Zeitung erzählte. »Es frustriert mich total, wenn die Menschen denken, ich hätte solche Lebenserfahrungen nicht durchmachen müssen, weil ich so aussehe, wie ich aussehe«, sagt sie. »Glauben Sie mir, das hat mir weder Herzschmerz, noch furchtbare oder tränenreiche Momente erspart.« Berry, die von einem ihrer früheren Partner misshandelt wurde, engagiert sich für Opfer häuslicher Gewalt.

ks
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