Fotostrecke

Fantasy-Epos "Avatar": Kassenschlager mit Fabelwesen

Foto: REUTERS/ 20th Century Fox

Drei neue "Avatar"-Folgen Jede Menge Pandora

"Avatar"-Regisseur James Cameron will zu den ursprünglich geplanten zwei Sequels noch eine weitere Folge seines Fantasy-Films produzieren. Die drei neuen Filme sollen parallel gedreht werden. Kosten: bis zu eine Milliarde Dollar.

Da waren es plötzlich drei: Oscar-Preisträger James Cameron hat angekündigt, drei statt zwei Fortsetzungen seines Kassenschlagers "Avatar" drehen zu wollen. Der Kanadier will die weiteren Folgen seines 3-D-Fantasy-Epos zwischen 2016 und 2019 in die Kinos bringen. Das teilte die federführende Produktionsfirma Fox am Donnerstag mit.

Eigentlich sollte die erste Fortsetzung schon 2014 kommen, doch Cameron konzentrierte sich zwischenzeitlich auf andere Projekte. Nun hat der Kosmos von "Avatar" anscheinend wieder seine volle Aufmerksamkeit. "Ich habe erkannt, dass die Welt von 'Avatar', die Geschichte und ihre Charaktere noch reichhaltiger geworden sind als erwartet", erklärte Cameron. "Zwei Filme reichen nicht, um alles auf die Leinwand zu bringen, was mir vorschwebt."

In "Avatar" geht es um das Volk der Na'vi, das auf dem Planeten Pandora im Einklang mit der Natur lebt und sich gegen eine Invasion der Menschen zur Wehr setzt. Auch in den Fortsetzungsfilmen sollen die Na'vi mit allen Mitteln gegen einen skrupellosen Bergbaukonzern kämpfen.

Ein ambitionierter Plan

Bemerkenswert ist die Auswahl der Drehbuchautoren, die Cameron um sich geschart hat: Da ist der "War of the Worlds"-Autor Josh Friedman, da sind Rick Jaffa und Amanda Silver, die als Autorenteam das Drehbuch zu "Planet der Affen: Prevolution" geschrieben haben, und da ist Shane Salerno, der das Drehbuch zu Oliver Stones "Savages" geschrieben hat und der vor "Avatar" mit Cameron an einem nie realisierten Remake von "Fantastic Voyage" gearbeitet hat.

Die Produktion der neuen "Avatar"-Folgen soll 2014 beginnen. Die Herausforderung: Cameron möchte die drei Filme parallel produzieren, so wie auch schon Peter Jackson ("Herr der Ringe") und Gore Verbinski ("Fluch der Karibik") ihre Mehrteiler größtenteils gedreht haben. Laut dem Branchenmagazin "Variety" könnten sich die Kosten für die drei "Avatar"-Filme auf bis zu eine Milliarde Dollar belaufen. Der Originalfilm hatte satte 2,1 Milliarden Euro weltweit eingespielt - mehr Geld als jeder Film zuvor.

Ob die Fortsetzungen ebenso profitabel sein werden, ist kaum abzusehen, denn sie werden auf eine deutlich veränderte Kinolandschaft treffen. In den USA ist der Trend zu 3D, den einst "Avatar" selbst ausgelöst hatte, bereits im Abklingen, dagegen steigt die Nachfrage in Ländern wie China und Russland immer noch. Experten rechnen darüber hinaus damit, dass China in fünf Jahren der weltgrößte Absatzmarkt für Filme sein wird. Deshalb wird es auch interessant zu verfolgen sein, wie Cameron und seine Autoren Geschichten erzählen, die vor allem einem außeramerikanischen Publikum gefallen müssen, um ihr Geld einzuspielen.

twi/hpi/afp
Mehr lesen über Verwandte Artikel