Kino-Legende Abschied von Ingmar Bergman

Es war eine schlichte Trauerfeier - so wie er sie sich gewünscht hat: Im engsten Freundes- und Familienkreis ist heute der schwedische Regisseur und die Kino-Legende Ingmar Bergman beerdigt worden.


Stockholm - Etwa 75 Menschen versammelten sich in einer Kirche auf der Ostseeinsel Farö, wo der berühmte schwedische Filmregisseur am 30. Juli im Alter von 89 Jahren gestorben war. Anschließend wurde der Kiefernsarg mit den sterblichen Überresten Bergmans in einer von ihm ausgewählten Grabstätte beigesetzt, wie seine Familie mitteilte.

Bergman hatte sich ein schlichtes Begräbnis ohne Öffentlichkeit gewünscht. Polizisten sperrten den Zugang zu der Kirche deshalb ab. Zu der Trauerfeier erschienen Bergmans Kinder Eva, Lena und Mats sowie seine engsten Freunde, darunter die Schauspielerinnen Liv Ullmann und Bibi Andersson. Auch einige Anwohner von Farö nahmen an der Zeremonie teil. Der Regisseur von Filmklassikern wie "Das Schweigen" oder "Fanny und Alexander" hatte die letzten Jahre seines Lebens zurückgezogen auf der schwedischen Insel verbracht.

Bergmans Filme wurden vor allem in den sechziger Jahren zum Inbegriff von - vergeblicher - Suche nach Sinn im Leben, Vergebung und göttlicher Gnade. Zu dieser Zeit machte er auch in Deutschland Schlagzeilen mit damals als gewagt eingestuften Darstellungen von Sexualität. So wurde sein Film "Das Schweigen" aus dem Jahr 1962 mit zahlreichen Aufführungsverboten belegt. Als weiterer Meilenstein galten die als TV-Serie sowie als Kinofilm veröffentlichten "Szenen einer Ehe" 1973 mit Bergmans zeitweiliger norwegischer Lebensgefährtin Liv Ullmann und seinem Landsmann Erland Josephson in den Hauptrollen.

sam/AP



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